(openPR) Cook Medical gibt ersten Einsatz eines Aortenaneurysmen-Endografts und Einführsystems der nächsten Generation am Menschen bekannt
Ein drastisch verkleinertes Einführsystem macht die endovaskuläre Behandlung für eine größere Anzahl an Patienten möglich, falls sich das System als sicher und zuverlässig erweist
Bloomington, Ind. – Juni 13, 2008 Cook Medical, der weltweit führende Entwickler moderner Technologien zur Behandlung von Aortenerkrankungen, vermeldet einen weiteren Durchbruch. Mit dem neuen von Cook entwickelten Zenith Low Profile AAA Endograft System wurde ein deutlich verkleinertes Endograftsystem erstmals einem Menschen implantiert. Erste Berichte deuten darauf hin, dass die Erwartungen der Mediziner durch das neue System übertroffen wurden. Das vereinfachte System kommt mit einem kleineren Einführbesteck aus, da es Z-Stent-Körper verwendet, die sich besser komprimieren lassen als die Stents, die bei den bisherigen Zenith-Flex-Endograften verwendet werden.
“TAA- und AAA-Patienten aus aller Welt, bei denen derzeit keine endovaskuläre Behandlung möglich ist, werden von dieser erfolgreichen Entwicklung profitieren”, so Phil Nowell, Leiter des Geschäftsbereichs Aortic Intervention bei Cook Medical. “Mit dem Zenith Low Profile hat Cook Medical einen weiteren Schritt getan, Ärzten die fortschrittlichsten Werkzeuge für die Behandlung von Aortenerkrankungen zur Verfügung zu stellen.”
Mit diesem Durchbruch in der Miniaturisierung setzt Cook seine Erfolgsgeschichte in der Entwicklung von Technologien fort, die Ärzten bei der minimal-invasiven Diagnostik und Behandlung von Patienten helfen und die damit verbundenen traumatischen Begleiterscheinungen auf ein Minimum reduzieren. Derzeit müssen Einführsysteme für Endografts zur Behandlung von Aneurysmen in abdominalen und thorakalen Bereichen der Aorta über Öffnungen der Oberschenkelarterie eingeführt werden, da ihr Durchmesser für eine perkutane Einführung oft zu groß ist. Zudem bedeutet der größere Durchmesser der Prothese auch, dass das System steifer ist, wodurch es schwieriger ist, durch enge und gekrümmte Arterien zum dem Abschnitt vorzudringen, an dem der Endograft implantiert werden soll. Darüber hinaus reicht die Größe der Gefäße kleiner Patienten für die derzeitige Generation von Einführsystemen mit größerem Durchmesser mitunter nicht aus.
Das Zenith Low Profile AAA Endograft System wird diesen Problemen gerecht, indem die Größe der Prothese auf 16 French (ca. 5 mm) reduziert wurde. Sofern sich diese Entwicklung in den bevorstehenden klinischen Versuchsreihen als sicher und effektiv erweisen sollte, wäre die endovaskuläre Behandlung von Aneurysmen künftig auch bei Patienten möglich, bei denen wegen zu enger Blutgefäße oder aufgrund anderer anatomischer Gegebenheiten derzeit nur die Möglichkeit eines offenchirurgischen Eingriffs bleibt. Darüber hinaus können Ärzte auf das Freilegen der Oberschenkelarterie verzichten und stattdessen die perkutane Technik wählen, bei welcher der Führungsdraht und das Einführbesteck über die Punktion mit einer Nadel wesentlich schonender in die Arterie eingeführt werden kann.

