(openPR) Luzern/Mariastein, 4. Juni – Die Angebote im Caritas Baby Hospital in Bethlehem werden weiter intensiviert. Dies hat die Kinderhilfe Bethlehem auf ihrer Generalversammlung am Mittwoch in Mariastein noch einmal bekräftigt. Der Verein ist Träger des Spitals, in dem jährlich über 30'000 Kinder behandelt werden. «Dank verstärkter Anstrengungen in Europa können wir in Zukunft zusätzliche Hilfen in Bethlehem anbieten», sagt Michael Schweiger, Präsident der Kinderhilfe Bethlehem. Der Verein hat im vergangenen Jahr 14,7 Millionen Franken (8,9 Millionen Euro) eingenommen. «Geld, das wir für den Spitalbetrieb und den Ausbau der Hilfen dringend benötigen», erklärt Schweiger mit Blick auf den An- und Umbau, der vor wenigen Monaten begonnen hat.
Angesichts der ständig wachsenden Not der Familien in Palästina hat die Kinderhilfe Bethlehem im vergangenen Jahr ihre Anstrengungen in Europa und Bethlehem intensiviert. Mit einer neuen ambulanten Klinik und einer erweiterten Mütterschule will die Kinderhilfe Bethlehem die medizinische Versorgung von Kindern sichern und durch spezielle Fachgebiete erweitern. Die gestiegenen Einnahmen haben es dem Verein ermöglicht, einen An- und Umbau wie geplant im Februar zu beginnen. «Wenn wir unseren Weg weiter fortsetzen wollen, sind wir aber auch in Zukunft auf die treue Unterstützung unserer Spender angewiesen», appelliert Michael Schweiger an die Freunde des Werks. Neben den freien Spenden ist die Weihnachtskollekte in den Schweizer Pfarreien ein wichtiger Baustein für die Finanzierung des Hilfswerks. Für den Betrieb des Spitals hat der Verein im vergangenen Jahr 10,6 Millionen Franken (6,5 Millionen Euro) aufgewendet. Weitere 2,1 Millionen Franken (860.000 Euro) flossen als Projektunterstützung in Initiativen anderer Träger in Bethlehem und der gesamten Region. Der Verwaltungskostenanteil blieb mit 8 Prozent konstant niedrig.
Wie dringend die Hilfen im Caritas Baby Hospital benötigt werden, schildert Chefärztin Dr. Hiyam Awad Marzouqa. «Arbeitslosigkeit, Armut und Krankheiten sind auf fatale Weise miteinander verknüpft», so die Kinderärztin. Den Besuch eines Arztes können sich nur noch die Wenigsten leisten, darum seien Angebote wie die des Caritas Baby Hospitals so unverzichtbar. Im Spital werden alle Kinder unabhängig von Religion und Nationalität behandelt. Sozialarbeiterinnen betreuen bedürftige Familien, um erneuten Krankheit vorzubeugen.
Bei den Vereinswahlen bestätigten die Mitglieder der Generalversammlung den bisherigen Präsidenten Michael Schweiger und Vizepräsidentin Barbara Schmid-Federer in ihren Funktionen. Auch dem Vorstand sprachen die Delegierten erneut das Vertrauen aus. Als neues Vereinsmitglied begrüsste Präsident Schweiger den in Österreich gegründeten Förderverein «Kinderhilfe Bethlehem Österreich».
Zum Schluss der Generalversammlung informierten Niklaus Brantschen und Pia Gyger vom Lassalle-Institut über ihre Friedensarbeit in Jerusalem. Dort liegt für die beiden Zen-Meister der Schlüssel für das Erlernen des Friedens in der Welt. «Ein solcher Blick über den Tellerrand hinaus gibt unserer Arbeit in Bethlehem wichtige Impulse und zeigt uns, dass wir mit unseren Bemühungen nicht allein stehen», freute sich Michael Schweiger über das Gespräch mit Brantschen und Gyger.







