(openPR) Die Gemeinde des bayerischen Unterhaching hat vorausschauend gehandelt. Seit 2004 investierte diese rund 80 Millionen Euro in das modernste Geothermiekraftwerk Europas. In Zeiten, in denen Erdöl immer knapper und dementsprechend teurer wird, strebt die Kleinstadt an, Ihren Strombedarf durch Wärmeenergie zu decken. Diese ist in großem Umfang unter der Erde, in der Erdkruste, gespeichert.
10.000 Haushalte sollen in Unterhaching bald mit Strom versorgt werden, der aus dem durch Bohrungen geförderten Thermalwasser gewonnen wird. Das Nebenprodukt, die Wärme, wird bereits seit 2007 in das Fernwärmenetz gespeist und versorgt bisher circa 2000 Haushalte.
Geothermiekraftwerke erzeugen in Deutschland zurzeit weniger als ein Prozent der regenerativen Energie. Durch den steigenden Ölpreis werden diese Energieerzeugungsanlagen jedoch immer attraktiver, da die Kosten sich relativieren. Bis 2030 könnten laut Experten durch Erdwärmekraftwerke in Deutschland möglicherweise zwei bis vier Atomkraftwerke ersetzt werden. Der deutsche Energiekonzern E.on hat das Wachstumspotential der Branche bereits erkannt und prognostiziert, dass in Bayern die Reserven der nächsten 20 Jahre ein mittleres Steinkohlekraftwerk ersetzen könnten. 90 Anlagen sind im Freistaat für die nächsten Jahre geplant, etwa 150 sind es nach Schätzungen des Bundesverbandes Geothermie bundesweit.
Ein Vorteil von Geothermiekraftwerken ist die kontinuierliche Energiegewinnung. Anders als bei Solaranlagen oder Windrädern treten bei der Energiegewinnung aus Erdwärme keine Schwankungen auf. Ökostrom wird in Deutschland bisher vorwiegend aus Sonnen- und Windenergie gewonnen. Verbraucher können die Energiegewinnung aus nachhaltigen Quellen fördern, indem Sie sich bewusst für Ökostrom entscheiden. Das Verbraucherportal TopTarif hilft dabei, günstige Ökostrom-Tarife zu finden.








