(openPR) Die „Udo Lindenberg & more“– Galerie in der Europa-Passage ist die neueste der neun bundesweiten Galerien des Werler Heinrich Walentowski (59). Die Eröffnung am 13. Oktober 2006 wurde mit rund 300 geladenen Gästen gefeiert, unter ihnen viele Prominente aus Politik, Wirtschaft und Kultur. Seit über 35 Jahren sind die Walentowski Galerien auf dem Kunstmarkt etabliert. Sie präsentieren hochwertige Grafiken der Klassischen Moderne und Gemälde zeitgenössischer Künstler. Die Galerie ist kein Geheimtipp. Veranstaltungen und Vernissagen locken viele Kunstinteressierte an. Im August 2008 eröffnet Heinrich Walentowski in der „Dubai Mall“ in Dubai sein erstes internationales Projekt.
Zum festen Künstlerrepertoire der Hamburger Galerie gehört „Panikrocker“ Udo Lindenberg. Der Sänger, der im nahen Hotel „Atlantic“ lebt, stellt bei Walentowski seine „Likörelle“, Aquarelle und Acrylbilder aus. Begonnen hat Udos Malerei-Karriere vor über 10 Jahren – frei nach der Joseph Beuyschen Theorie „ es einfach zu machen“.
Zunächst entstanden seine „Udogramme“ – kleine Frauen und Männer mit Hut – ironische Selbstporträts. Später fragten Fans Lindenberg in einer Hotelbar nach einem Autogramm. Er zeichnete seine Udogramme und dabei fiel sein Blick auf die vielen bunten Flaschen im Regal hinter dem Tresen. Da war sie geboren – die Idee, mit Likören zu malen. Es entstanden besagte Likörelle. Den Begriff hat Udo sich patentieren lassen. Fortan verewigte er in diesen Cartoons Themen, die sein Leben ausmachen – Sex, Erotik, Politik, Späßchen und Provokation. Lindenbergscher Genuss für die Sinne.
Coloriert werden die Likörelle durch den ins Likörglas getauchten Künstlerfinger mit Blue Curacao, Campari und vielen anderen Alkoholika. Fehlen darf auch nicht Udos Lieblingsgetränk, der Eierlikör, denn der sorgt für die richtige Blondierung. Tropfen für Tropfen. Die Konsistenz ist wichtig. Handelsübliche Ware taugt nicht zum Malen, daher wird Udos Eierlikör nach einem Geheimrezept. Eine Fixationslösung soll die Kunstwerke für die Ewigkeit konservieren.
1996 hatte Udo Lindenberg seine erste Ausstellung im Hamburger Erotic Art Museum. Es folgten weit über 20 Präsentationen seiner Arbeiten. Über 2.000 Zeichnungen und Bilder sind seitdem entstanden. Die Werke tragen Titel wie „Promille Kongress“, „Elsa Eierlikör“, „Unsere Beziehung hängt am seidenen Faden“ oder „Berlin, wat nu?“.
Lindenberg, der „Pinsel-Stricher von St. Georg“, der das Leben in Kneipen, Bars und auf der Straße einfängt. Lindenberg über Lindenberg: „Ich male durch mich hindurch. Meine Bilder sollen Spaß machen, bis der Hut wegfliegt!“
Längst malt er nicht mehr in seinem „Wohnzimmer“, der Bar im Hamburger Hotel „Atlantic“, sondern in einem kleinen Dachatelier – sein „Spitzweg-Stübchen“. Hier oben, hoch über der Alster, bekommt der „Heilige Panik-Geist“ seine kreativen Schübe. Kollegen schätzen seine Arbeit sehr wie zum Beispiel den „Faust-Zyklus“. Mit diesem brillierte Lindenberg zum 250. Geburtstag Goethes im Jahr 1999 in den Weimarer Kunstsammlungen.
Einen Überblick über Udo Lindenbergs „Malerei in Panikcolor“ und ein persönliches Resümee bietet das Buch „Lindenwerk“, das 2005 bei Schwarzkopf & Schwarzkopf erschienen ist. Eine aktualisierte Neuauflage erscheint im Herbst 2008.










