(openPR) Wenn 20 % aller dualen Ausbildungsverhältnisse vor der Prüfung abgebrochen werden, verlieren junge Leute mindestens ein Jahr Lehr-, Lern und Arbeitszeit. Sie kosten Geld, obwohl sie doch eigentlich schon zahlende Mitglieder der Solidargemeinschaft waren. Sie gehen dann noch ein Jahr zur Schule, besuchen teure Lehrgänge bei Bildungsträgern oder studieren einfach mal was. Die Betriebe verlieren geeignete Mitarbeiter, die durch Auswahlverfahren gegangen sind und für geeignet befunden wurden.
Tatsache ist, dass 40 % der Abbrüche wegen falscher Vorstellungen über den Beruf entstehen - da hört die junge Reiseverkehrskauffrau auf, weil sie nach 2 Monaten feststellt, dass sie in diesem Beruf gar nicht um die Welt reist.
Weitere 40 % höre auf, weil sie mit den Menschen nicht zurecht kommen - arbeiten hat ja auch unangenehme Seiten - man muss manchmal tun, was man nicht will oder die vorhandenen Kollegen sehen die Neuen als Konkurrenz usw.
Diese 80 % kann man vermeiden, wenn man die Menschen in einem Praktikum oder einer Teilzeitanstellung kennen lernt. Niemand kann sich dauerhaft eine Maske aufsetzen und nur das Beste von sich und der Firma zeigen.
Betriebe, die die Möglichkeit nutzen, Bewerber vor der Ausbildung intensiv über einen längeren Zeitraum kennen zu lernen, machen die besten Erfahrungen und behalten die angehenden Fachkräfte.
Der BVMW hat eine Kampagne gestartet, die für faire Praktika wirbt: http://www.der-nrw-mittelstand.de/mpp












