openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Aktiv gegen Produktpiraten aus China

Bild: Aktiv gegen Produktpiraten aus China

(openPR) Der Schutz fängt bereits vor unserer Haustüre an

Das Ausmaß an Produktpiraterie nimmt in jüngster Zeit drastisch zu. Längst beschränken sich Markenfälscher nicht mehr nur auf Luxusgüter oder das Fälschen von bekannten Markenprodukten. Zunehmend kann man einen Anstieg der Produktfälschungen auch in anderen Branchen verzeichnen.



Möchte man dies in Zahlen ausdrücken, wird es allerdings schwierig. Offiziellen Angaben zufolge soll sich die Zunahme dieser Delikte seit dem Jahrtausendwechsel verachtfacht haben. Im letzten Jahr wurden alleine an deutschen Zöllen über 1 Milliarde Euro an Warenwert sichergestellt – die Dunkelziffer dürfte jedoch wesentlich höher liegen.

Gerade der Mittelstand bemerkt hier starke Einbußen aufgrund von Markenfälschungen. Dies zum einen aufgrund von entgangenen Gewinnen – andererseits verkennen hier viele den Folgeschaden. Gerade dieser Folgeschaden oder auch Nebenschaden muss kritisch betrachtet werden.

Doch was versteht man eigentlich unter diesem Folgeschaden? Zum einen können aufgrund von minder-qualitativen Markenfälschungen Imageverluste auftreten, zum anderen besteht aber auch gerade die Möglichkeit der entgegengesetzten Wirkung – was wiederum zu Einbußen von Marktanteilen führen kann.

Gerade in China gehört dieses Problem für am Markt tätige westliche Unternehmen zum Alltagsgeschäft. China zählt im weltweiten Vergleich mit über 30 % aller Fälle zur unumstrittenen Nummer 1.

Westliche Unternehmen stufen die Durchsetzbarkeit von gewerblichen Schutzrechten in China noch als sehr problematisch ein. „Noch“, da seitens der Regierung in China bereits verschiedene Bestrebungen in Bezug auf die Eindämmung dieses Problems getroffen bzw. auf den Weg gebracht wurden – mittlerweile auch mit Unterstützung von führenden chinesesischen Unternehmen. Doch trotz aller Bemühungen wird dieses Problem auch in nächster Zeit nicht vollumfänglich zu lösen sein.

Dies führt zur Überlegung, dass bereits frühzeitig strategische Schutzmaßnahmen neben den gewerblichen Schutzrechten getroffen werden sollten, um der Produktpiraterie zu begegnen.

Allerdings sind vor spezifischen Aussagen über Bekämpfungsmaßnahmen die etwaigen Risiken für ein Produktportfolio zu identifizieren und abzugrenzen. Dies ermöglicht uns Rückschlüsse auf die Ursachen zu treffen und die zu treffenden Maßnahmen zu koordinieren.

Gerade bei Berührungen mit China sind hier neben den wesentlichen Überlegungen im Hinblick auf Komplexitität, Marktposition und Image des Produktes zusätzliche Faktoren mit einzubeziehen. Hierunter fallen u.a. die teilweise Rechtsunsicherheit, kulturelle Unterschiede, Intransparenz sowie die sprachliche Barriere.

Um das Risiko zu ermitteln muss eine Abwägung zwischen den einzelnen Faktoren stattfinden und entsprechend in weitere Maßnahmen integriert werden. Hier spielt insbesondere die Betrachtung des betriebswirtschaftlichen Schadens sowie die Produktfälschungswahrscheinlichkeit eine entscheidende Rolle.

Nach Analyse obiger Faktoren gilt es die erzielten Erkenntnisse in Schutzmaßnahmen oder auch Bekämpfungsmaßnahmen umzusetzen.

Diese Schutzmaßnahmen kann man grob in zwei Gruppen unterteilen:
· Rechtliche Schutzmaßnahmen
· Faktische Schutzmaßnahmen

Die rechtlichen Schutzmaßnahmen darf man auch in China nicht vernachlässigen, denn sie stellen die Basis für weitere Bestrebungen dar. Aufbauend auf diesen sind die faktischen Schutzrechte, welche als Erweiterung der Schutzmaßnahmen zu verstehen sind.

Rechtliche Schutzmaßnahmen

Die rechtlichen Schutzmaßnahmen stellen wie bereits oben angedeutet die Basis dar. Hier gilt es sowohl die gewerblichen Schutzrechte als auch die vertraglichen Vereinbarungen näher zu beleuchten.

Wie auch in westlichen Ländern empfiehlt es sich Vereinbarungen z.B. in Form von Geheimhaltungs- und Wettbewerbsvereinbarungen mit potentiellen Geschäftspartnern in China zu schließen. Nur geschlossene Vereinbarungen bieten einen dauerhaften Schutz gegen Rechtsverletzungen und können später rechtliche Schritte begründen.

Daneben gilt es insbesondere die gewerblichen Schutzrechte zu nutzen, hierunter fallen besonders Patente, Marken, Gebrauchsmuster, etc.

Gerade hier gilt es auf einen teilweise verbreiteten Irrtum hinzuweisen. Die gewerblichen Schutzrechte bieten nur dann Schutz in China, wenn eine Eintragung auch in China erfolgte. Ist z.B. der Produktname in Deutschland geschützt entfaltet dies keinen Rechtsschutz in China.

Und gerade hier besteht eine weitere Bedrohung aus China kommend – wo sich Chinesen Rechte an den nicht eingetragenen Marken sichern und diese sodann dem Unternehmen zum Verkauf anbieten.

Nur wenn diese Basis besteht bietet sie den Unternehmen genügend Handlungsspielraum und bietet dem Unternehmen bei Bedarf durch rechtlich zulässige Drohgebärden ein aktives Verteidigungsimage zu errichten.

Faktische Schutzmaßnahmen
Aufbauend auf den rechtlichen Schutzmaßnahmen sind die faktischen Schutzmaßnahmen zu nennen. Faktische Schutzmaßnahmen enfalten meistens eine indirekte Wirkung. Zum besseren Verständnis bietet sich die Untergliederung in operative und technische Schutzfunktionen an.

Die operativen Schutzfunktionen beinhalten insbesondere die Bindung von Know-How und wichtigen Key-Mitarbeitern, somit den Schutz des eigenen geistigen Eigentums. Gerade in China ist die Mitarbeiterbindung mit Kernkompetenzen sehr wichtig. Hier bieten verschiedene Maßnahmen entscheidende Einwirkungsmöglichkeiten auf die Mitarbeiter – von monetären und nicht-monetären Zuwendungen bis hin zu besonderen Job-Titeln.

Gerade in China empfiehlt sich insbesondere der Umgang und die Kontaktpflege mit Behörden, Politikern und externen Geschäftspartnern – denn so kann man direkt auf das Bewußtsein und den Umgang von / mit geistigem Eigentum eingehen.

Dem gegenüber stehen technische Schutzmaßnahmen. Unter diesem Begriff versteht man den Schutz von Produkten durch technische Maßnahmen – wie z.B. sichtbare oder unsichtbare Schutztechnologien.

Dies kann von einfachen Barcodes über Gravuren bis hin zu speziellen Chip-Technologien gehen. Beispielsweise ging ein italienisches Unternehmen aus der Möbelindustrie darin über, seine Produkte mit speziellen Gravuren und Zertifikaten auszustatten. Durch das ständige Wechseln von Zertifikat und Gravur macht es das Unternehmen Produktfälschern besonders schwer.

Gerade im technischen Bereich stehen den Unternehmen mittlerweile zahlreiche Möglichkeiten zur Verfügung um sich hier präventiv gegen Produktpiraten zu schützen.

Es gilt somit den Kampf gegen Produktpiraterie schon sprichwörtlich vor der eigenen Haustüre zu begegnen – mit indirekten Präventionsmaßnahmen können selbst Mittelständler ohne weitere hohe Kosten den Kampf gegen Markenfälscher entgegentreten.

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 214287
 95

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Aktiv gegen Produktpiraten aus China“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von www.wagner-international.com

Schutz geistigen Eigentums ist Anliegen chinesische Politik
Schutz geistigen Eigentums ist Anliegen chinesische Politik
Auch Zusammenarbeit Europa – China weiter im Visier Mit mehr als 1000 Aktionen und Maßnahmen in den letzten fünf Jahren unterstrich die Volksrepublik weiter ihre Intention, die Rechtsdurchsetzung und den Schutz geistigen Eigentums in Chinas zu schützen. Natürlich ist dieses Bewußtsein nicht nur objektiv zu betrachten, sondern vielmehr unterliegt dies auch subjektiven Gesichtspunkten. So wurden einige dieser Gesichtspunkte bereits in der letzten Veröffentlichung angesprochen - allerdings sollte man hier auch auf ein wichtiges Merkmal näher e…
Bild: Firmengruppe Wagner Consulting begrüsst in Deutschland neue Auszubildende und bietet auch Studiengang anBild: Firmengruppe Wagner Consulting begrüsst in Deutschland neue Auszubildende und bietet auch Studiengang an
Firmengruppe Wagner Consulting begrüsst in Deutschland neue Auszubildende und bietet auch Studiengang an
Unternehmensleitung sieht Zukunft des Unternehmens in der Jugend von Heute Engen; Neue Auszubildende braucht das Land – genau diesen Ausspruch haben sich die Verantwortlichen in London zu Herzen genommen. Wagner Consulting bildet seit diesem Jahr wieder aus. Das Unternehmen begrüsste bereits im Oktober die Auszubildenden im Bereich Bürokauffrau und ihre neue BA Studentin. Somit wird nach gut zwei Jahren Pause im Hause Wagner erstmals wieder ausgebildet. Wagner Consulting wird zukünftig neben dem Ausbildungsberuf Bürokaufmann /-frau auch den…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Wiha Werkzeuge GmbH erfolgreich gegen PlagiateBild: Wiha Werkzeuge GmbH erfolgreich gegen Plagiate
Wiha Werkzeuge GmbH erfolgreich gegen Plagiate
… Fokus der asiatischen Nachahmer. Der Premium Werkzeughersteller Wiha Werkzeuge GmbH aus Schonach kann ein Lied vom ungleichen Kampf eines deutschen Mittelständlers gegen die Masse der Produktpiraten singen – und setzt sich erfolgreich zur Wehr. Schonach – Seit fast 70 Jahren steht der Name Wiha für Qualität bei Präzisionswerkzeugen. In Sachen Funktionalität …
„Produktpiraterie - Erkennen, Verfolgen, Vorbeugen“
„Produktpiraterie - Erkennen, Verfolgen, Vorbeugen“
International agierende Unternehmen sehen sich vermehrt der Bedrohung durch Produktpiraten ausgesetzt. Die Techniken bei der Herstellung der Plagiate werden immer besser. Betroffene Unternehmen wehren sich durch verfeinerte Methoden gegen Produktfälschungen, insofern erreicht die Bekämpfung der Produktpiraten strategische Dimensionen. Plagiate finden …
Mittelstand schlägt zurück - Wiha Werkzeuge GmbH erfolgreich gegen Plagiate
Mittelstand schlägt zurück - Wiha Werkzeuge GmbH erfolgreich gegen Plagiate
… den Fokus asiatischer Nachahmer. Der Premium Werkzeughersteller Wiha Werkzeuge GmbH aus Schonach kann ein Lied vom ungleichen Kampf eines deutschen Mittelständlers gegen die Masse der Produktpiraten singen – und setzt sich erfolgreich zur Wehr. Schonach – Seit fast 70 Jahren steht der Name Wiha für Qualität bei Präzisionswerkzeugen. In Sachen Funktionalität …
Bild: Handel mit Plagiaten - Verstöße gegen Markenrecht konsequent ahndenBild: Handel mit Plagiaten - Verstöße gegen Markenrecht konsequent ahnden
Handel mit Plagiaten - Verstöße gegen Markenrecht konsequent ahnden
… folgen. Bei dem Geschenk handelt es sich nicht tatsächlich um ein Markenprodukt, sondern der Käufer ist auf eine deutlich weniger werthaltige Fälschung hereingefallen. Produktpiraten haben zwar das ganze Jahr Konjunktur, das Weihnachtsgeschäft dürfte den Handel mit Plagiaten aber noch einmal deutlich anschieben. In diesem Zusammenhang passt auch eine …
Bild: Schutz vor Produktpiraterie im digitalen ZeitalterBild: Schutz vor Produktpiraterie im digitalen Zeitalter
Schutz vor Produktpiraterie im digitalen Zeitalter
… (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V.). „Das Problem ist aber nicht nur der finanzielle, sondern auch der Imageschaden für die Betriebe, die Opfer der Produktpiraten werden. Minderwertige Plagiate können schnell den guten Namen des Unternehmens beschädigen. Das wiederum kann den finanziellen Schaden noch erhöhen“, sagt Rechtsanwalt Dr. Bernd …
Bild: Dornbracht-Nachahmung erhält Auszeichnung beim Plagiarius-AwardBild: Dornbracht-Nachahmung erhält Auszeichnung beim Plagiarius-Award
Dornbracht-Nachahmung erhält Auszeichnung beim Plagiarius-Award
… werden. Martin Polcyn zu der weiteren Vorgehensweise des Unternehmens: „Wir werden nach zahlreichen Erfolgen in Deutschland und Europa unsere Maßnahmen gegen Produktpiraten internationalisieren und zukünftig auch in den vermeintlichen Herkunftsländern aktiv werden. Hierzu zählen sowohl präventive, als auch unternehmensstrategische und rechtliche Maßnahmen. …
Bild: Produktpiraterie-Schutz und Bekämpfungsstrategien für den Mittelstand in NRW - Resümee der ZENIT-VeranstaltungBild: Produktpiraterie-Schutz und Bekämpfungsstrategien für den Mittelstand in NRW - Resümee der ZENIT-Veranstaltung
Produktpiraterie-Schutz und Bekämpfungsstrategien für den Mittelstand in NRW - Resümee der ZENIT-Veranstaltung
… Firma die chinesischen Imitatoren im Produktbereich Gummimischtechnik heute besser auf Distanz. Dazu geht die Harburg-Freudenberger GmbH auch juristisch gegen die Produktpiraten vor, nicht zuletzt um unverschuldete Ansprüche im Bereich Produkthaftpflicht zu vermeiden. Weiterführende Informationen zu den Inhalten und Beiträgen dieser Veranstaltung erhalten …
Bild: Wirkungsvolle Strategien und Instrumente gegen Produkt- und MarkenpiraterieBild: Wirkungsvolle Strategien und Instrumente gegen Produkt- und Markenpiraterie
Wirkungsvolle Strategien und Instrumente gegen Produkt- und Markenpiraterie
… in Form einer Mischkalkulation auch in den Preis anderer Produkte des Unternehmens einkalkuliert. - Duldungsstrategie: Es kann finanziell sinnvoll sein, sich mit den Produktpiraten zu arrangieren. Die Schutzmaßnahmen werden auf die unter Image- oder Gewinnaspekten wertvollsten Produkte konzentriert und diese um jeden Preis verteidigt. Dabei werden an …
Forum: "Den Produktpiraten auf der Spur - Erkennen - Verfolgen - Vorbeugen".
Forum: "Den Produktpiraten auf der Spur - Erkennen - Verfolgen - Vorbeugen".
International agierende Unternehmen sehen sich vermehrt der Bedrohung durch Produktpiraten ausgesetzt. Die Techniken bei der Herstellung der Plagiate werden immer besser. Betroffene Unternehmen wehren sich durch verfeinerte Methoden gegen Produktfälschungen, insofern erreicht die Bekämpfung der Produktpiraten strategische Dimensionen. Plagiate finden …
Bild: Patentrecht ChinaBild: Patentrecht China
Patentrecht China
… der Welt. Studien sagen ein durchschnittliches jährliches Wirtschaftswachstum von 6 % für die nächsten 20 Jahre voraus. Chinesische Unternehmen, aber auch Produktpiraten, haben die Bedeutung geistiger Eigentumsrechte als Wirtschaftsfaktor und „Waffe“ erkannt. Demzufolge ist auch die Anzahl chinesischer Patentanmeldungen explosionsartig gewachsen. Dies …
Sie lesen gerade: Aktiv gegen Produktpiraten aus China