(openPR) Heiß begehrt, dann totgesagt erleben ebooks heute nach annähernd 20 Jahren Anlaufphase ihren sukzessiven Siegeszug in der Fachliteratur, aber auch in der Belletristik und Unterhaltungsliteratur.
Die Firma Adobe Systems, entwickelte in den frühen 90er Jahren das Format PDF für handelsübliche Kleindrucker, legte es offen und bot den dazugehörigen Acrobat Reader kostenlos zum Download an. Damit gelang es der Firma, einen plattformübergreifenden Quasi-Standard für formatierte Druckdaten zu setzen.
Mitte bis Ende der 90er Jahre kam es davon ausgehend zu einem regelrechten Hype um E-Books, denen ein grandioser Zukunftsmarkt vorausgesagt wurde. Angetrieben wurde der Hype vor allem von Aussichten auf denkbare Einsparungen im Bereich Herstellung und Vertrieb, der traumhafte Gewinne zu Lasten der Druckindustrie zu versprechen schien und Investoren in großer Zahl auf den Plan rief. Der Begriff "E-Book" wurde vorübergehend praktisch zum Synonym für solche portierbaren Druckdateien.
Anfang 1999 kam das Rocket eBook, das erste Lesegerät für E-Books, auf den Markt. Obwohl damals bereits viele davon ausgingen, dass es den traditionellen Büchern den Todesstoß gäbe, wurde stattdessen die Produktion des Rocket eBook nach kurzer Zeit eingestellt.
Damit verschwand um die Jahrtausendwende die Idee der elektronischen, papier-losen Bücher aus dem Blickfeld der Betrachter. Dennoch entwickelte sich seit dem kontinuierlich ein wachsender Markt, der vor allem geprägt ist von der Möglichkeit, dass heute jeder ohne besonderen Aufwand schreiben und publizieren kann. Kombiniert mit den neuen Vertriebswegen des Internets hat sich so eine moderne Subkultur der Literatur entwickelt. Diese Entwicklung ist wohl am ehesten vergleichbar mit den Möglichkeiten, die das mp3-Format jungen und unbekannten Musikern über kostenlose Musikdownloads im Internet bietet.
Entscheiden hierfür ist die Präsenz immer neuer ebook-Shops im Netz. Im deutschsprachigen Raum gibt es bereits mehrere größere E-Book-Anbieter, diese bieten sowohl Fachbücher als auch Belletristik an. Im Bereich der Belletristik sind es vor allem ältere, bekannte Titel, die in dieser Form eine Neuauflage erfahren. Andere Shops, wie zum Beispiel der verlagsunabhängige Shop www.ebook-shop.net bietet allen Autoren, vor allem aber ambitionierten Hobbyschreibern die Möglichkeit, ihre ebooks über die Plattform direkt anzubieten und so einer breiten Leserschaft vorzustellen.






















