(openPR) UEFA ermöglicht Blinden bei Euro 2008 einzigartiges Live-Erlebnis mit Streaming-Komponenten von Barix
Weder Fernsehübertragung noch Radioreportage können transportieren, was ein Fan während eines Fußballspiels auf der Tribüne spürt. Für Blinde und Sehbehinderte ist es im Stadion aber schwer, dem Geschehen auf dem Rasen zu folgen, wenn Jubel oder Fangesänge den Geräuschpegel nach oben treiben. Kommentierende Beschreibungen von Spielszenen eines sehenden Begleiters gehen dann im Lärm unter. Hier schafft die UEFA Abhilfe und verhilft Blinden und Sehbehinderten während der EURO 2008 zu einem prickelnden Live-Erlebnis. Für die Audio Distribution wählte die UEFA die IP Streaming-Komponenten der Zürcher Technologie-Firma Barix AG (www.barix.com), Vorreiter im Bereich IP-basiertes Audio, Intercom und Überwachung.
In jedem der acht Stadien der EURO 2008 installiert die UEFA jeweils einen bzw. zwei Barix Instreamer 100, an die jeweils ein Mikrofon angeschlossen wird. Sie nehmen an verschiedenen Stellen die Geräuschkulisse auf. Weitere Instreamer mit Mikros befinden sich an den speziell für das Sehbehinderten-Angebot eingerichteten Kommentatorenplätzen. Hier beschreiben Sprecher das Fußballspiel. Die Audiodaten gelangen über die vorhandenen lokalen Datennetze (LAN) in den Stadien zu den Exstreamer 100 in den für die Blinden reservierten Lounges. Sowohl die Instreamer als auch die Exstreamer werden direkt und ohne zusätzliche PCs ans LAN angeschlossen. Die Exstreamer empfangen die benötigten Audiostreams über das lokale Netzwerk und liefern diese via Standard Analogausgänge an die Verstärker und Lautsprecher, die in den Lounges installiert sind. Solange der Kommentator schweigt, ist die Geräuschkulisse aus dem Stadion zu hören. Beginnt er zu sprechen, unterbricht die Übertragung der Stadiongeräusche an die angeschlossenen Ausgabegeräte. So geht die Spielbeschreibung nicht im Lärm der Zuschauerkulisse unter und die Zuhörer bleiben stets auf der Höhe des Geschehens und können die Live-Atmosphäre fühlen – inklusive der Erschütterungen, wenn zehntausende Zuschauer auf den Tribünen aufspringen.
IP Audio Distribution zu konkurrenzlosem Preis
Die IP Audio-Übertragung zwischen dem Barix Instreamer und Exstreamer erfolgt über bestehende IP-/Ethernetnetzwerke oder via Internet, benutzt nur IP Standard Protokolle, belegt lediglich eine geringe Bandbreite und verlangt keine zusätzliche Server oder PCs. Genau das waren die entscheidenden Aspekte bei der Entscheidung der UEFA für die Barix-Technologie. „Unsere Geräte haben die UEFA sofort überzeugt, weil sie die in den acht Stadien vorhandenen lokalen Netzwerke nutzen. Das macht die Installation sehr einfach und kostengünstig“, erläutert Barix-Gründer und CEO Johannes G. Rietschel. „Hinzu kam das konkurrenzlose Preis-Leistungsverhältnis unserer IP Streaming-Komponenten.“ Mit einem Preis von ca. 160 Euro (Exstreamer 100) bzw. 400 Euro (Instreamer 100) sind die Barix-Geräte echte Schnäppchen.
Live-Feeling für blinde Fußballfans in ganz Europa
Der spezielle Service für die Sehbehinderten und Blinden wird im Juni in allen acht Stadien der UEFA Euro 2008 in Österreich und der Schweiz angeboten. Darüber hinaus ist auch eine Übertragung der Audiostreams an Blindeneinrichtungen in ganz Europa möglich. Die Audiosignale gelangen in diesem Fall über die WAN Verbindungen und das Internet zu den Bestimmungsorten. Dort empfangen Barix Exstreamer die Audiodaten und dekodieren sie zur Wiedergabe über Lautsprecher oder Verstärkeranlagen. Die Exstreamer lassen sich so vorkonfigurieren, dass sie den Kommentar in der jeweiligen Landessprache empfangen.
Einen ersten Probelauf hat das System bereits erfolgreich bestanden. Ende März 2008 verfolgten mehrere Testgruppen im Stadion und in Basel das Fußball-Länderspiel Österreich – Niederlande im Wiener Ernst-Happel-Stadion mit Hilfe der Barix-Lösung. Alle Teilnehmer zeigten sich hellauf begeistert von der hohen Tonqualität und dem intensiven Erlebnis. „Wir hoffen, dass diese Lösung nach der Fußballeuropameisterschaft in den Stadien Einzug halten wird, um möglichst vielen Sehbehinderten den Spaßfaktor bei einem Besuchs einer Sportveranstaltung zu erhöhen“, sagt Rietschel.







