(openPR) Tierschutzorganisation warnt vor Tierkatastrophe in Myanmar mit schwerwiegenden humanitären Folgen.
Wie die World Society for Animal Welfare (WSPA) heute verlauten lässt, werden die Auswirkungen der Wirbelsturmkatastrophe auf die Tiere dramatische Auswirkungen für die betroffenen Menschen haben.
Basierend auf Einschätzungen der Vereinten Nationen und der Regierung in Myanmar, vermutet die WSPA, das mehr als 48 Millionen Tiere durch den Wirbelsturm getötet worden sind - eine Zahl, die der Gesamtbevölkerung des Landes entspricht. Infolge eines sich rapide verschlechternden Immunsystems werden die überlebenden Tiere zunehmend anfälliger für Hunger und Krankheiten. Diarrhoe und das Risiko von weiteren Infektionen sind an der Tagesordnung. Unmittelbar hiervon betroffen ist die Bevölkerung, da viele Tiere Seite an Seite mit den Menschen leben - meist unter schlechten hygienischen Bedingungen, die die Verbreitung von Krankheiten fördern. Der Tod ihrer Tiere bedeutet eine außerordentliche, oft existenzgefährdende Belastung für ihre Besitzer.
Leiter des WSPA Katastrophenmanagements Philipp Russell, hierzu: „Der Tod einer so großen Anzahl von Tieren wird katastrophale Auswirkungen auf die Bevölkerung haben. Wir müssen alles tun, um die überlebenden Tieren zu retten – und somit auch der Bevölkerung zu helfen. Die humanitären Auswirkungen der Katastrophe verschlimmern sich täglich. Wir hoffen, dass schon bald mehr Hilfe die Menschen erreicht. Um die Tiere mit Futter, provisorischen Unterbringungen und medizinischen Versorgung helfen zu können, brauchen wir dringend Zugang für unser Katastrophenteam.“
Besonders dramatisch ist die Tatsache, dass der Sturm eine große Anzahl an Zugtieren getötet hat. Ein Fünftel der Tiere, die zur Bewirtschaftung der Reisfelder für die Ernähung der Menschen im nächsten Jahre benötigt werden, kamen ums Leben. Die WSPA erwartet, dass als Folge mehrere Tausend Hektar Land unbewirtschaftet bleiben. Millionen von Menschen sind von Hunger und Armut bedroht.
Um diese zweite drohende Katastrophe soweit wie möglich zu verhindern, steht das in Bangkok ansässige Rettungsteam der WSPA bereit um auf Bitten der Vereinten Nationen nach Myanmar einzureisen. Aufgabe dort wird sein die Nahrungs- und Landwirtschafts-organisation (FAO) bei der Einschätzung der Lage zu unterstützen und die weiteren Schritte festzulegen, um den Tieren Soforthilfe zukommen lassen. Auch muss ein langfristiger Plan für den Wiederaufbau von Myanmar erstellt werden.












