(openPR) Auf den Lebensmitteln in Supermärkten und Bio-Läden finden Käufer die unterschiedlichsten Bio-Siegel. Alle belegen, dass das Produkt nach ökologischen Gesichtspunkten hergestellt wurde. Und doch gibt es bei den einzelnen Zeichen große Unterschiede. Das Verbraucherportal konsumo stellt die gängigsten Bio-Siegel vor und erläutert, was sich dahinter verbirgt.
Das sechseckige staatliche Bio-Siegel auf einem Produkt etwa bedeutet, dass das Erzeugnis nach der EU-Öko-Verordnung hergestellt wurde. Der gleiche Betrieb kann allerdings ein anderes Produkt konventionell herstellen und damit die Umwelt dennoch belasten. "Produkte mit dem staatlichen Bio-Siegel oder auch dem EU-Öko-Siegel sind zwar weniger schadstoffbelastet als konventionelle Produkte," sagt Martin Borré, Geschäftsführer von konsumo. "Wer allerdings die Natur mit seinem Kauf schützen möchte, sollte eher auf ein anderes Siegel zurückgreifen."
Mehr als die EU vorschreibt
Daher gibt es viele Bio-Verbände, deren Regeln weitergehen als die EU sie für Bio-Produkte vorschreibt. Das Bioland-Siegel etwa erhalten nur Betriebe, die ihre gesamte Produktion auf Bio umstellen. Bioland-Produkte dürfen auch nicht auf schadstoffbelasteten Böden angebaut werden. Somit haben Bioland-Erzeugnisse weniger Schadstoffe als etwa Produkte mit dem staatlichen Bio-Siegel.
Biologisch-dynamische Landwirtschaft
Der Demeter-Verband setzt auf biologisch-dynamische Landwirtschaft. Das ist eine Form des Anbaus, die ihren Ursprung in der Anthroposophie findet, aus der sich auch die Waldorfschule entwickelt hat. "Der Demeter-Verband ist eher der Spirituelle unter den Bio-Verbänden", sagt Borré. Hier kommen nicht nur harte Fakten zum Tragen. Auch die Kräfte des Kosmos und der Erde beziehen Demeter-Bauern in ihre Landwirtschaft mit ein.
Bio ist auch für die Menschen da
Wer nicht nur umweltfreundliche Produkte kaufen möchte, sondern auch ein Anliegen an den Menschen hat, die das Produkt hergestellt haben, sollte auf das Naturland-Siegel achten. Der Naturland-Verband gibt seinen Betrieben auch soziale Richtlinien vor. Naturland-Betriebe müssen ihre Mitarbeiter angemessen entlohnen. Mitglieder-Betriebe beispielsweise in Peru oder Sri Lanka, müssen allen Arbeiter Zugang zu Nahrung und sauberem Trinkwasser gewährleisten. Außerdem sind die Naturland-Betriebe dazu verpflichtet, die Menschenrechte ihrer Mitarbeiter zu achten. "In Deutschland ist das zwar durch das Grundgesetz geregelt", erläutert Borré. "In anderen Ländern ist das allerdings nicht selbstverständlich."
Weitere Siegel bei konsumo
Auch andere Siegel, wie das Ecovin-Siegel oder das V-Label hat konsumo bereits vorgestellt. "Viele Verbraucher können in dieser Fülle von Siegeln gar nicht unterscheiden, welches Zeichen wofür steht," sagt Borré. Deshalb stellt konsumo jede Woche ein neues Siegel vor. "Uns ist vor allem wichtig, Käufer so zu informieren, dass sie bewusst einkaufen können."
Alle Siegel, die konsumo bereits vorgestellt hat, finden Sie unter http://www.konsumo.de/news/tag/Siegel-Kunde
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