(openPR) Sechs Erfolgsprogramme lang – von "Jugend raus" (1985) bis "Altes oder Nichts" (1990) – hauten sich Henning Venske und Jochen Busse bei der Münchner Lach- und Schießgesellschaft die Pointen um die Ohren; sie erschreckten ihr gutwilliges Publikum mit überraschenden Ansichten, analysierten die Turbulenzen im Inneren der politischen Blähungen und liefen zur Hochform auf, wenn sie eine Chance sahen, aus dem Text auszubrechen und hemmungslos zu improvisieren. Nun ist diese Hälfte der Lach & Schieß jener Jahre wieder vereint. Was wird sie heute auf der Bühne tun? Die Welt ordnen und über die Zukunft sprechen! Sprachlich fein abgestimmt und im Anzug, gemein, aber nicht unhöflich...
Jochen Busse: Mit 17 sieht er erstmals die Lach- und Schießgesellschaft; zwei Jahre später schafft er es mit den Knallfröschen zum ersten Mal auf die Bühne, wird mit 20 von Friedrich Hollaender entdeckt und spielt bei ihm Hoppla aufs Sofa in Berlin. Mit 21 tingelt er mühsam bei einem Bäderkabarett durch die Lande, landet mit 22 in Frankfurt am Main und macht Schmiere, das schlechteste Theater der Welt; später gehört er dem
Ensemble des Rationaltheaters in München an und beschließt mit 29 Jahren, Geld zu verdienen, verdingt sich aber trotzdem mit 35 beim Düsseldorfer Kom(m)ödchen, um mit 40 Jahren dahin zu kommen, wohin er schon mit 17 wollte: zur Lach- und Schießgesellschaft. Dort verlebt er die zehn schönsten Jahre seines Lebens, um dann den Vorsatz, den er mit 29 Jahren hatte, endlich wahr zu machen. Heute mit 66 Jahren ist er wieder da, wo er schon mit 19 war: beim Kabarett.
Henning Venske: Mit elf spielt er Albert Schweitzer auf der Blockflöte vor, der ihm daraufhin übers Haar streichelt und Unverständliches murmelt, übernimmt im gleichen Jahr die Rolle des Lehrers in einer Schulaufführung von Paul Hindemiths Wir bauen eine Stadt, gestaltet finstere Charaktere und hölzerne Liebhaber an der Studentenbühne. 1961 geht Venske ans Schillertheater Berlin und später ans Thaliatheater Hamburg mit der Absicht, Regisseur zu werden, erhält aber den Bescheid der Intendanten: "Wir wollen
keine Halbstarken am Regiepult", beschließt daraufhin, bei Funk und Fernsehen berühmt zu werden, was leidlich gelingt, beginnt Satirisches zu schreiben, findet das mühsam, spielt wieder Theater, findet das schwierig, entscheidet sich, das, was er schreibt, selbst zu spielen, lernt Kabarett in neun wunderbaren Jahren bei der Lach- und Schießgesellschaft...
Und heute, mit 68 Jahren, ist er immer noch jünger, als Albert Schweitzer
1950 war.
Ort:
Berliner Kabarett-Theater
"Die Wühlmäuse"
Pommernallee 2 – 4
14052 Berlin
Termine:
Do., 29.5. – So., 1.6.
Di., 3.6. – So., 8.6.
Beginn:
20.00 Uhr
Kartenreservierung:
Tel.: 030-30673011
www.wuehlmaeuse.de & an
allen bekannten VVKs-Stellen
Eintrittspreise:
€ 22,50 / € 25,50 / € 27,50













