(openPR) Ab Donnerstag wird es am Himmel über Bayreuth wieder spannend: 94 Piloten aus ganz Deutschland und einigen Nachbarländern treten zum Internationalen Bayreuther Segelflug-Wettbewerb gegeneinander an. Wie vor zwei Jahren ist er zugleich wieder Bayerische Segelflug-Meisterschaft und einer von elf Qualifikationswettbewerben für die nächsten Deutschen Meisterschaften.
Damit hat der diesjährige Segelflug-Wettbewerb fast wieder die Größe der Bayreuther Weltmeisterschaften 1999, und ist neben der Weltmeisterschaft im August 2008 in Lüsse bei Berlin einer der größten Segelflug-Wettbewerbe in diesem Jahr.
Geflogen wird in einem Wettbewerbsraum, der sich von Prag bis Frankfurt und von der Donau bis nach Leipzig erstreckt. Geflogen wird auf dem Bindlacher Berg in drei Klassen: Die Offene Klasse gilt als die Königsklasse des Segelflugs, die fast ohne Bauartbeschränkungen auskommt. Hier gehen Flieger an den Start, die von den Ausmaßen Airlinern nahe kommen: 28 m Spannweite ist schon mehr als die früher zwischen Bayreuth und Frankfurt eingesetzten Linienflugzeuge hatten.
Hinzu kommen die 18m-Klasse, das sind Flugzeuge mit 18m-Spannweite. Mit 41 Teilnehmern ist sie die größte Klasse des Wettbewerbs. Außerdem gehen Flugzeuge der Standardklasse an den Start. Sie haben 15m Spannweite und ein starres Flügelprofil, also keine zusätzlichen Wölbklappen.
Mehrere Piloten nutzen den Bayreuth-Wettbewerb als letzten Test vor den Weltmeisterschaften, die im August im brandenburgischen Lüsse stattfinden werden. So kommen einige Teilnehmer ausländischer Nationalmannschaften nach Bayreuth um noch einmal unter Wettbewerbsbedingungen in Deutschland zu fliegen. Auch die WM-Hoffnungsträger der deutschen Nationalmannschaft sind in Bayreuth mit dabei.
Hierbei sind v.a. Jürgen Schuster (Ansbach) und Hermann Leuker (Leverkusen) zu nennen, die in Lüsse das deutsche Team der 18m-Klasse bilden und daher in Bayreuth gemeinsam antreten werden. Auch Katrin Senne (Sindelfingen) bereitet sich in Bayreuth nochmals auf die WM vor. Sie ist eine von zwei Damen, die auf der (Männer-)WM mitmischen werden. In Bayreuth sind es ein paar mehr: Insgesamt vier Frauen befinden sich unter den 94 Teilnehmern, davon sind drei Mitglieder der deutschen Frauen-Nationalmannschaft.
Auch ausländische WM-Teilnehmer wollen in Bayreuth noch einmal unter Wettbewerbsbedingungen in Deutschland fliegen: Philippe Schroeder aus dem französischen Sarreguemins und der Italiener Marco Biagi aus Lariano bei Rom bereichern den Bayreuth-Wettbewerb.
Einzigartig ist sicherlich auch, dass die Junior-Chefs der wichtigsten deutschen Segelflugzeug-Hersteller in Bayreuth gegeneinander antreten: Oliver Binder, der kürzlich mit der EB 28 einen der leistungsstärksten und begehrtesten Doppelsitzer präsentiert hat, fliegt genauso mit wie Peter Kremer, der in der Rhön den Traditionsbetrieb Alexander Schleicher führt, von dem ebenfalls zahlreiche Exemplare auf allen Wettbewerben vertreten sind. Und auch Tilo Holighaus ist mit von der Partie, Inhaber der Firma Schempp-Hirth in Kirchheim unter Teck und selbst mehrfacher Weltrekordhalter. Aus dessen Haus hat die Luftsportgemeinschaft erst kürzlich noch einen Doppelsitzer mit Hilfstriebwerk erworben. Somit darf gespannt darauf geachtet werden, welcher der Hersteller am Ende die Nase vorn hat – sowohl persönlich als auch technisch.
Auch die Luftsportgemeinschaft Bayreuth ist auf dem eigenen Wettbewerb gut vertreten. Heiko Hertrich vertritt die Gastgeber in der Offenen Klasse, dazu hat er seinen ASH 25-Doppelsitzer über den Winter einer gründlichen Überholung unterzogen. In der 18m-Klasse wird die Bayreuther Fliegerfamilie Baier ein Team bilden: Die Brüder Andreas und Johannes, sowie ihr Neffe Sebastian werden versuchen, gemeinsam den Heimvorteil zu nutzen. Der jüngste fliegt dabei das Flaggschiff der Luftsportgemeinschaft – die LS 8 mit dem Wettbewerbskennzeichen „BT“.
Somit freuen sich die Gastgeber auf einen spannenden Bayreuth-Wettbewerb 2008.
Besonders interessant anzusehen ist der Startablauf. Bei gutem Wetter wird dieser täglich ab etwa 11 Uhr stattfinden. Innerhalb einer Stunde werden alle Segelflugzeuge per Flugzeugschlepp in die Luft gebracht.
Ebenso sehenswert ist die abendliche Rückkehr des Starterfeldes ab ungefähr 17 Uhr. Insbesondere wenn es unterwegs zur Pulkbildung kommt, landen innerhalb weniger Minuten mehrere Dutzend Flugzeuge auf dem Bindlacher Berg.
Besucher sind auf dem Flugplatz Bayreuth jederzeit herzlich willkommen. Von der Besucher-Terrasse am alten Terminal können Sie das Geschehen wunderbar überblicken. An der Flugplatzgaststätte „Looping“ finden Sie das Besucher-Team der Luftsportgemeinschaft, das Ihnen gerne Auskunft über den Ablauf des Wettbewerbs, sowie über den Segelflug allgemein gibt.
Auch im Internet lässt sich der Wettbewerb verfolgen: Unter http://www.lsg-bayreuth.de werden tagesaktuell Ergebnisse, Berichte und Bilder präsentiert.









