(openPR) „Ideen überzeugend und einprägsam vermitteln zu können, gehört heute zu den Kernfähigkeiten einer guten Führungskraft und eines Profis - unabhängig vom Fachgebiet“, meint der Präsentations- und Rhetorik-Trainer Bernd Höcker. Während seines zweistündigen Workshops auf dem Themenabend des BDVT Regionalclub Nord, am 24. April 2008, gab es dafür viele Beispiele. So forderte er die Teilnehmer auf, ohne langes Überlegen, die Anzahl der Nullen einer gezeigten Zahl sowie deren Wert zu nennen: 100000000. Auf Anhieb gelang es keinem. Erst als Struktur in die Darstellung gebracht wurde, war die Antwort sofort möglich: 100.000.000.
„Klarheit, Kürze, Wirkung“. Diese drei Begriffe, diesen „Dreier-Rhythmus“, bekamen die Zuhörenden als Leitgedanken für den spannenden Abend gewissermaßen als Losung. Bernd Höcker, Mitinhaber der flextrain GbR (www.flextrain.de) in Köln, lieferte sofort die Erläuterung, was es damit auf sich hat: „Klarheit heißt, verstanden zu werden. Kürze heißt, ‚zum Kern’ des Themas zu kommen und Wirkung heißt, zu überzeugen.“ Damit können komplexe Themen, auf das Wichtigste zugespitzt, verständlich strukturiert und nachhaltig an den Zuhörer übermittelt werden.
Um dies zu verdeutlichen, erzählte Bernd Höcker eine Anekdote, die Winston Churchill zugeschrieben wird. Der ehemalige britische Premierminister soll gefragt worden sein, warum ihn die Leute verstünden. Hierauf habe Churchill geantwortet, dass er sage, worüber er spräche, dann genau über das Angekündigte spreche, um anschließend noch einmal zu sagen, also zu wiederholen, worüber er gesprochen habe.
Diese Anekdote beschreibt recht gut, worum es geht. Der kanadische Media-Experte Dr. Keith Spicer entwickelte eine Methode, die er „Think on Your Feet“ nannte. Dabei geht es um improvisiertes Reden mit einem klaren System. Bernd Höcker brachte es auf den Punkt: „Sie können nicht sauber reden oder schreiben, wenn Sie nicht sauber denken können. Klares, zusammenhängendes Denken braucht eine Struktur.“ „Think on Your Feet“ liefert diese Struktur.
Die Teilnehmer erhielten ein Formblatt, auf dem die Grundstruktur, das „Standardformat“, für den in der Anekdote beschriebenen Ablauf dargestellt ist: Erstens die Überschrift, das Thema oder die These, worum es geht. Zweitens die Aufzählung der maximal drei Unterpunkte hierzu. Drittens bis fünftens die Ausführungen zum ersten, zweiten und dritten Unterpunkt. Sechstens die Zusammenfassung des Gesagten. Und siebtens eventuell die Wiederholung der Überschrift, des Themas oder der These, wenn es längere Ausführungen waren. Die Ausführungen zu den drei Unterpunkten sollten ebenfalls nur mit maximal drei Unterpunkten erläutert werden.
Ausgestattet mit dieser Struktur, konnten die Teilnehmenden ausreichend üben, mit diesem „Werkzeug“ umzugehen. Aber letztlich ist es wie mit allen Dingen, die man zur Meisterschaft bringen will: Es gilt zu üben, zu üben und noch einmal zu üben. Der rund zweistündige, kurzweilige Workshop klang aus bei Häppchen, Getränken und fröhlichen Gesprächen.












