(openPR) Walfreunde gesucht auf: weserwale.de - Bitte Schweinswalsichtungen melden!
München/Brake, 30.04.2008 – Bei der Suche nach den Schweinswalen in der Weser kommen in diesem Jahr erstmals High-Tech-Lauschdetektoren zum Einsatz. Die Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V. (GRD) und die Untere Naturschutzbehörde Brake haben in der Weser Unterwasser-Mikrophone installiert, die die Laute der kleinen Wale aufzeichnen.
Doch High-Tech allein reicht nicht, wenn es gilt, die flinken Meeressäuger aufzuspüren und mehr über die Anzahl der Wale und ihre bevorzugten Gebiete zu erfahren. Erneut bitten GRD und Untere Naturschutzbehörde Brake alle Fährfahrer, Segler, Kanufahrer, Bootsfahrer, Anwohner und Spaziergänger, die Augen offen zu halten und Schweinswalsichtungen zu melden. Die Weserfähre GmbH unterstützt diese Aktion tatkräftig, informiert auf ihren Fährschiffen über die Weser-Wale und hat sogar einen Fotowettbewerb für das schönste Schweinswalfoto ausgeschrieben.
Hintergrund der intensiven Spüraktion ist ein erstaunliches Phänomen: Die 2007 durchgeführte erste Datenerhebung zum Vorkommen der etwa 1,5 m großen Tiere, die seit drei Jahren vermehrt in der Weser gesichtet werden, ergab, dass die Schweinswale gerade im Frühjahr weit in die Flussmündung und die Unterweser, sogar bis zur Lesum-Mündung bei Bremen, schwimmen.
Wahrscheinlich sind die Meeressäuger auf der Suche nach Nahrung. Es wird vermutet, dass sie wandernden Fischschwärmen folgen, so z.B. der Finte, einer geschützten Fischart, die zum Laichen von der Nordsee in die Weser kommt. Der genaue Grund für das ungewöhnliche und nur im Frühjahr zu beobachtende Verhalten ist allerdings unbekannt.
Um Daten über das zeitlich-räumliche Auftreten der Schweinswale zu erhalten, wurden am 3. April 2008 zwei so genannte T-PODs (Timing-Porpoise Detectors), die die Orientierungslaute der Wale aufzeichnen, im Abstand von 26 Kilometern in der Weser installiert. Gerade noch rechtzeitig, denn bereits am 4.4. wurde der erste Schweinswal bei Nordenham gesichtet und am 8.4. weiter südlich nähe Strohauserplate.
Bitte melden Sie jede Schweinswal-Sichtung an:
Gesellschaft zur Rettung der Delphin e.V. | Kornwegerstraße 37 | 81375 München
Tel.: 089-74160410 | Fax: 089-74160411 | www.weserwale.de |
oder
Untere Naturschutzbehörde Brake | Landkreis Wesermarsch | Poggenburger Str. 15
26919 Brake | Tel.: 04401-927-348, Fax 04401-3471
Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V.
Society for Dolphin Conservation, Germany
Kornwegerstr. 37 - 81375 München - Germany
Tel.: +49-89-74 16 04 10 - Fax: +49-89-74 16 04 11
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1. Vorsitzender: Rollo Gebhard / V.i.S.d.P.: Ulrich Karlowski
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Über das Unternehmen
Aktiv für Delfine: Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V. (GRD)
Erschüttert vom millionenfachen Sterben der Delfine in den Treibnetzen der Thunfischfänger gründete Weltumsegler Rollo Gebhard 1991 die GRD. Seitdem schlossen sich über 95 % des deutschen Thunfischhandels dem SAFE-Programm für delfinsicher gefangenen Thunfisch an. SAFE ist das umfassendste Meeresschutzprogramm der Welt.
GRD – Weltweiter Einsatz für bedrohte Meeressäuger:
Deutschland – Thunfisch-Kontrollprogramm (SAFE): SAFE bewahrt Tausende Wale und Delfine vor dem grausamen Beifangtod. Publikation einer Verbraucher-Checkliste mit den bestätigten delfinsicheren Thunfischmarken
Peru: Kampf gegen die illegale Delfinjagd, Dynamitfischerei und Meeresverschmutzung. Projektpartner: ACOREMA (Meeresschutzorganisation, Peru)
Adria (Kroatien): Schutzprojekt zur Rettung der letzten ca. 220 Adria-Delfine. Projektpartner: Delfinschutzorganisation VAL (Zagreb), tierärztliche Fakultät der Universität Zagreb
Spanien / La Gomera: Aufbau von ökologischem Wal- und Delfinbeobachtungstourismus, Einrichtung eines Delfinschutzzentrums. Projektpartner: M.E.E.R.e.V. (Berlin)
Mosambik: Einrichtung eines Schutzgebiets für eine kleine Population von Indopazifischen Buckeldelfinen bei der Inhaca-Insel (Bucht von Maputo). Projektpartner: Universität Maputo, Naturhistorisches Museum Maputo
Dominica: Aufbau und Einrichtung der ersten Walforschungsstation in der Karibik, Etablierung eines Pottwal- und Meeressäugerschutzgebietes
Nord- und Ostsee: Schutz unserer bedrohten heimischen Schweinswale. Projektpartner: NABU, BUND, Gesellschaft zum Schutz der Meeressäugetiere, lokale Behörden und Nationalparkverwaltungen.
„Um Hilfe können Delfine nicht rufen, aber die Signale sind deutlich: ihre Anzahl geht weltweit zurück“, warnt Rollo Gebhard. Helfen Sie mit, das Aussterben der sympathischen Meeressäuger in den Weltmeeren zu verhindern. Werden Sie Förderer, helfen Sie mit Ihrer Spende oder übernehmen Sie eine Delfinpatenschaft.
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