(openPR) Am 22. April wurde auf dem Verwaltungskongress "Effizienter Staat" in Berlin der "Innovationspreis PPP 2008" vergeben. Dabei wurde der Regionalfonds Mittelhessen als wirtschaftsförderndes Projekt ausgezeichnet, bei dem es öffentlichen und privaten Partnern besonders überzeugend gelungen ist, zum beiderseitigen Nutzen gemeinsame Projekte zu realisieren.
Thomas Falkenrodt von der Volksbank Mittelhessen und Sabine Wilcken-Görich von der Wirtschaftsförderung der Stadt Gießen haben den Preis stellvertretend für die elf Gesellschafter in Empfang genommen. RegioMIT, so die Jury, sei eine „rundum gelungene Partnerschaft zwischen öffentlichen und privaten Partnern“.
Die Gesellschafterversammlung der RegioMIT GmbH nimmt die Auszeichnung für den Regionalfonds mit großer Freude zur Kenntnis und sieht hierin eine Bestätigung für die geleistete Arbeit. Bei der Preisverleihung war vor allem die hohe Effizienz, die gelungene Risikoverteilung und die Tatsache lobend hervorgehoben worden, dass der RegioMIT auf einen kostspieligen Verwaltungsapparat verzichtet und mit der Beauftragung der IB H Beteiligungs-Managementgesellschaft Hessen eine fachkundige Geschäftsführung gefunden hat. Außerdem sei es bei einem Frühphasenfonds ungewöhnlich positiv, dass bisher kein einziges der geförderten Unternehmen Insolvenz habe anmelden müssen.
Der Vorsitzende der Gesellschafterversammlung, Oberbürgermeister Wolfram Dette aus Wetzlar, erklärte: „Dieser schöne Erfolg zeigt, dass wir gute Arbeit leisten und dies auch noch auf besonders effiziente Art.“ Oberbürgermeister Heinz-Peter Haumann (Gießen) und Landrat Willi Marx sehen sich in ihrer Initiative für die Gründung eines regionalen Fonds für kleine und mittlere Betriebe bestätigt: „Die Auszeichnung zeigt, dass es möglich ist, in einer Region wie Mittelhessen durch das Zurverfügungstellen von Beteiligungskapital gezielt die Wirtschaftsstruktur zu stärken und zukunftsfähige Arbeitsplätze zu schaffen.“
Als Sprecher der beteiligten Volksbanken (Wetzlar-Weilburg, Mittelhessen und Heuchelheim), wies Manfred Schneider (Volksbank Mittelhessen) darauf hin, dass nur noch wenige Restmittel zur Vergabe zur Verfügung stehen und forderte dazu auf: „Nutzen Sie diese Möglichkeit, Ihre Eigenkapitalbasis zu erhöhen und damit Ihr Rating zu verbessern.“ Ziel des Fonds sei es, eine bestehende Lücke im Hinblick auf die Förderung von innovativen bzw. technologieorientierten Existenzgründungen und jungen Unternehmen in Wachstumsbranchen zu schließen.
Die Gesellschafter des Regionalfonds Mittelhessen haben in ihrer Versammlung ein überaus positives Resümee der ersten drei Jahre des Bestehens des Fonds gezogen. Von Mai 2005 bis jetzt habe man insgesamt 21 Beteiligungsanträge im Beteiligungsausschuss der RegioMIT GmbH behandelt, davon seien 18 Beteiligungen bewilligt worden. Das Beteiligungsvolumen der bewilligten Fälle betrage insgesamt 2,1 Millionen Euro. Das dadurch angestoßene Investitionsvolumen belaufe sich auf über 10 Millionen Euro. 120 Arbeitsplätze sollen mit Unterstützung des Regionalfonds Mittelhessen gesichert und mehr als 70 neue geschaffen werden.
Nach drei Jahren Arbeit hat der Vorsitz im Beteiligungsausschuss, der über die Vergabe der Mittel entscheidet, gewechselt. Die Gesellschafterversammlung dankte der bisherigen Ausschussvorsitzenden Silvia Linker (Sparkasse Grünberg) für die hervorragende Arbeit. Der Beteiligungsausschuss sowie der Geschäftsführer Jürgen Zabel mit der IB H Beteiligungs-Managementgesellschaft Hessen haben mit großem Engagement den Erfolg ermöglicht. Die Vertreter der vier beteiligten Sparkassen aus Gießen, Wetzlar, Grünberg und Laubach-Hungen, zeigten sich sehr zufrieden, dass es gelungen sei, Unternehmen in der Start- und Wachstumsphase zu unterstützen und zusätzliche Investitionen zu ermöglichen. „Mit unserer regionalen Orientierung leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Stärkung unseres Wirtschaftsstandortes. Dies belegen die ca. 200 Arbeitsplätze, die durch den RegioMIT geschaffen oder gesichert wurden.“
Es ist beabsichtigt, die über das Land Hessen aus Mitteln der EU kofinanzierten Fondsgelder bis Ende des Jahres komplett zu investieren. Daher können sich interessierte Gründer und junge Unternehmen bis 5 Jahre nach ihrer Gründung, die finanzielle Mittel für den Aufbau ihres Unternehmens oder Kapital für ihr Wachstum benötigen, kurzfristig bei der regionalen Ansprechpartnerin Sabine Wilcken-Görich oder dem Geschäftsführer Jürgen Zabel melden. Angesprochen sind alle Branchen. Beteiligungskapital des Regionalfonds Mittelhessen in Form von stillen Beteiligungen, die nach einer bestimmten Zeit wieder zurückgeführt werden, stärkt die wirtschaftliche Eigenkapitalbasis der Unternehmen und erleichtert den Zugang zu Darlehen der Kreditwirtschaft.












