(openPR) Während viele der verlorenen Freiheit was Zigaretten betrifft hinterher trauern, blickt eine Firma aus Würzburg auf die weit- reichenden Veränderungen der deutschen Gastronomie: „In absehbarer Zeit wird sich der Graben zwischen Billigverkauf und durchgestylten Szeneobjekten deutlich vertiefen.“ Wo genau sieht die Gastro-Agentur aber diesen Graben? Man muss kein Spezialist sein um zu erkennen, dass zur Zeit ein gemütlicher Biertümpel nach dem anderen austrocknet. Wie aber können sich diese Objekte retten? Eine Überdosis der Show von Gordon Ramsay konsumieren?
„Mehr Selbstverständnis würde helfen,“ sagen sie pauschal. Das hochwertigere Segment des Markts wird langfristig keinen Spielraum für unstabile Konzepte lassen. Internet und Kochsendungshype verwandeln viele Fast Food Liebhaber in kritische Hobbyesser - wenn auch nur auf einem gefährlichem Halbwissenniveau. Die Menschen scheinen heutzutage nicht nur mehr Wert auf Stil zu legen, sondern auch auf Herkunft, Art der Produktion oder Inhaltsstoffe Ihrer Konsumgüter. Sieht man sich nur einmal die Schwemme von „Fair-Trade“ oder sogenannten „Organic-Produkten“ an, kann man schnell erkennen, dass das Markenbewusstsein längst auch bei den einfachsten Lebensmitteln entwickelt ist. Mittels Zertifizierung wandern recht teure Produkte in unseren Warenkorb. Ganz nach dem Motto „Alles wird besser – nichts wird gut,“ insgeheim wissen wir ja, dass es nicht ganz so einfach geht. Trotzdem lässt uns unser Gewissen nicht los und wo auch immer wir die Wahl haben, greifen wir lieber in die „Heile-Welt-Ecke.“ Und in der Gastronomie? Dort lässt sich ein konsequenteres Konzept zum Beispiel mit weniger aber dafür frischeren Produkten realisieren.
Erst leidenschaftliches Handwerk und integrative Gestaltung können hier Persönlichkeit bilden, fehlen aber leider meist gänzlich. Jahrelang haben die Betreiber der Newworks Design Group Speisekarten aus der ganzen Welt nach Würzburg gebracht und sehen diese als wichtigstes Bindeglied zum Gast. Warum Speisekarten? „Weil sie vergessen werden und dann muss in letzter Minute die Feuerwehr her. Durch eine ungenügende Schnittstelle zwischen Gast und Restaurantkonzept kann zum Beispiel auch ein sonst starkes Konzept den Erstickungstod in einer lieblosen Klarsichtfolie finden.“
Die Agentur hat sich auf flexible Karten aus Papier, Holz, Metall und Glas spezialisiert. Materialien die auf den ersten Blick nicht gerade zu flachen Portemonnaies passen. Tatsächlich nachgerechnet verändert sich der Preis aber kaum. Na dann, ade an alle überteuerten Kunstlederlappen à la 14 Punkt Arial. Schlusswort der Inhaber: „Es reicht nicht nur gute Karten zu haben, man muss auch gut spielen.“













