(openPR) Als Mittelfeldspieler braucht man eine Mischung aus Defensivstärke und Talent im Spiel nach vorne – und wer im CPI vorn dabei sein will, hat nur eine Chance, wenn er außerdem auch Tore schießen und Vorlagen liefern kann…
Innerhalb welcher Grenzen und Aufgabengebiete ein Mittelfeldspieler erfolgreich sein kann, lässt sich nicht so leicht festlegen wie z.B. für einen Torwart oder Stürmer. So meinte Englands defensiver Mittelfeldspieler Owen Hargreaves jüngst, dass er sich danach beurteilt fühle, ob sein Team gewinnt oder verliert – und er betonte, dass es für einen Sieg der Mannschaft nicht zwingend erforderlich sei, dass ein gutes Spiel abliefern.
Diese Erklärung von Hargreaves macht verständlich, wieso die Mittelfeldspieler sich im Vergleich zu Spielern anderer Positionen im Castrol Performance Index eher mäßig halten. Risiko und Ertrag sind das A und O im Mittelfeld. Mittelfeldspieler gehen vielleicht mehr in die Zweikämpfe als Verteidiger oder schlagen mehr Pässe als die anderen Feldspieler, doch letztendlich zählt nicht der Einsatz, sondern das Ergebnis dieses Einsatzes.
POSITION IST ALLES
Ein Mittelfeldspieler, der im Mittelfeld ein halbes dutzend Mal in die Zweikämpfe geht, bekommt dafür weniger Punkte als ein Verteidiger, der im eigenen Strafraum mit einer Rettungstat ein gegnerisches Tor verhindert. Ausschlaggebender Faktor ist, wie groß das Risiko eines gegnerisches Treffers ist. Sollte ein Mittelfeldspieler einen gegnerischen Mann jedoch Richtung gegnerische Hälfte zurückdrängen und dann eine Rettungstat im eigenen Strafraum vollbringen, wird dies mit hoher Punktzahl belohnt.
Dementsprechend ist auch ein erfolgreicher langer Pass wertvoller als ein erfolgreicher Kurzpass, denn ein langer Pass bedeutet, dass der Ball näher am gegnerischen Tor und somit gefährlicher war. Dadurch beeinflusst der lange Pass das Spiel mehr als ein Kurzpass.
Nehmen wir nur mal Claude Makelele: Frankreichs defensiver Mittelfeldspieler gilt auf dieser Position als einer der besten im Profigeschäft, doch da er kaum nach vorne wirkt und hauptsächlich Kurzpässe im Mittelfeld spielt, wird er es kaum jemals an die Spitze der Rangliste schaffen. Dagegen kann ein Mittelfeldspieler, der sowohl in der eigenen als auch in der gegnerischen Hälfte aktiv ist und so sowohl in der Defensive als auch in der Offensive mehr Einfluss auf das Spiel nehmen kann, wesentlich mehr Punkte einfahren.
SPIELMACHER
Spaniens Spielmacher Xavi füllt die Position des Mittelfeldspielers in ganz anderer Form aus. Sein Schwerpunkt liegt im Offensivspiel. Häufig hilft er dem einzigen Stürmer bzw. dem Stürmerduo im vier oder fünf Mann starken Mittelfeld aus und liefert eine Vorlage nach der Anderen – so kann er das Spiel direkt beeinflussen. Und da er imstande ist, aus vielen verschiedenen Positionen auf das Tor spielen kann, hat er auch mehr Möglichkeiten, den Torstand zu beeinflussen.
Das macht Xavi jedoch nicht unbedingt gleich zu einem "besseren" Spieler: Beim Vergleich zwischen verschiedenen Mittelfeldspielern muss unbedingt zwischen offensivem, defensivem und Außenmittelfeld unterschieden werden. Doch was die Jagd nach den Index-Punkten angeht, sind sowohl Pässe als auch Zweikämpfe auf Schlüsselpositionen unverzichtbar.
TORE OHNE ENDE
Mittelfeldspieler haben den Vorteil, dass sie sich selbst in Schussposition bringen können, um ein Tor zu schießen – diese Positionen gelten im CPI als Schlüsselpositionen auf dem Platz. Tore aus der Distanz werden logischerweise mit mehr Punkten bewertet als Abstaubertore (Grund dafür ist die niedrigere Wahrscheinlichkeit, das Tor zu treffen) – Freistöße bieten also eine gute Gelegenheit, nicht nur seinen Torstand sondern auch seinen Punktestand zu verbessern. Griechenlands Giorgios Karagounis versenkte vergangene Woche zwei Freistöße und wurde dafür mit 190 Punkten belohnt.
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