(openPR) Kein großes Turnier ohne 'Außenseiter'. Der Castrol Leistungsindex zeigt die möglichen Anwärter bei der diesjährigen Europameisterschaft...
Es gibt einen feinen Unterschied zwischen Selbstvertrauen und Selbstzufriedenheit. Beim Gewinn der Euro 2004 durch die als absolute Außenseiter geltenden Griechen hatten letztere sich in ihrer Gruppe auf Kosten der hoch im Kurs stehenden Spanier qualifiziert. Dänemark schickte die Italiener heim, während Deutschland gegen die Tschechische Republik unterlag.
GRUPPE B - die Polen in Lauerstellung
Deutschland gilt als Favorit der Gruppe B, somit müssen Kroatien, Polen und Österreich anscheinend um den zweiten Gruppenplatz kämpfen. Zwar gilt Kroatien bei vielen als Favorit, muss aber leider auf seinen erstklassigen Torschützen Eduardo verzichten, der wegen einer Verletzung ausfällt. Daher könnten die Polen, die in der Qualifikation gegen die sogenannten 'größeren' Nationen gute Leistungen gezeigt haben zur Überraschung werden.
Ein polnischer Blog-Teilnehmer beschreibt das Team als 'modernisiert' und siegmotiviert. Sie lagen an der Spitze ihrer Qualifikationsgruppe vor Portugal, Serbien und Finnland und wollen ihren Chancen gegen jeden möglichen Viertelfinalgegner wahrnehmen, nicht zuletzt gegen Portugal, den Favoriten der Gruppe A: Die Mannschaft von Leo Beenhakker, Polen hat im vergangenen Jahr zweimal gegen die portugiesische Nationalmannschaft gespielt und vermochte vier Punkte zu erringen. Während Portugal darüber hinaus gegenüber jeder anderen Mannschaft in der Qualifikation den längsten Ballbesitz vorweisen konnte - rund 57 Min. Ballbesitz pro Spiel gegenüber Polen mit 45 Min. - waren die Polen jedoch besonders vor dem Tor gefährlicher. Ebu Smolarek erzielte neun Treffer (Cristiano Ronaldo deren acht); die 'Rotweißen' hatten 58 Schüsse, im Vergleich zu Portugal mit 112.
GRUPPE C – Die Abwehr als Schlüssel zum Erfolg?
Rumänien spielt gegen Italien, die Niederlande und Frankreich in der 'Todesgruppe' (die Gruppe trägt diesen Namen, weil diese drei unter sich vier europäische Titel errungen haben), daher ist es keine Überraschung, dass die Mannschaft die Rolle des Außenseiters hat. Die Mannschaft von Victor Piturca zeigte sich in der Qualifikation jedoch stark, nicht zuletzt gegen die Holländer.
In der Qualifikation nahm Rumänien den Holländern vier Punkte ab und errangen den ersten Platz in der Gruppe, was einen psychologischen Vorteil beim Treffen der beiden am 17. Juni bedeuten könnte. Sie haben weiter die fünftbeste Abwehrstatistik aufzuweisen und drei der 20 besten Abwehrspieler des CPI gehören zur Mannschaft, darunter einer der schnellsten Läufer: Beim 3-0 Sieg von Rumänien gegen Russland erreichte Gabriel Tamas 34,9 km/h.
Rumänien vermag auch den Ball in den eigenen Reihen zu halten und hat eine starke Sturmspitze. Auf dem Weg zur Euro 2008 waren sie während 51 Min. pro Spiel im Ballbesitz (im Durchschnitt), somit länger als die Niederlande und Italien zusammen. Sie erzielten weiter 26 Treffer, das vierthöchste Ergebnis der Mannschaften bei den Endspielen, im Gegensatz zu den Niederlanden mit 15 Treffern. Während sieben Rumänen zwei oder mehr Treffer erzielten und Adrian Mutu (2.291 Punkte) und Ciprian Marica (1.289) - mit sieben Toren unter sich in den letzten sieben Qualifikationsspielen - den fünften und 17. Platz im CPI belegten, war Robin van Persie mit vier Toren der einzige Holländer in der Liste der besten Torschützen.
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