(openPR) LEIPZIG (Ceto). – Der Anstieg der Rohölpreise scheint unaufhaltsam. Mittlerweile wurde an der New Yorker NYMEX bereits zeitweise die 120-Dollar-Marke überschritten und auch an der ICE lagen die Notierungen schon über 117 Dollar pro Barrel. Als hauptverantwortlich für diesen jüngsten Anstieg gilt ein Streik in Schottlands Grangemouth Raffinerie, der zur Schließung der Forties Pipeline führte, die fast die Hälfte von Großbritanniens Rohöl transportiert. Dadurch fallen rund 700.000 Barrel/Tag aus. Nach der ersten, deutlich festeren Phase des Handels reagierte der Markt mit starken Schwankungen. Nach Festigkeit in der ersten Phase des Parketthandels mit Test der Widerstände bei 119,50 Dollar pro Barrel prallten die Preise nach unten ab und tendierten deutlich schwächer. Bis zum frühen Nachmittag verloren die Preise weiter an Boden. Nach den anfänglichen Schwankungen testen die Preise jetzt verstärkt den Abwärtsspielraum aus. Dämpfend wirkten unter anderem die Meldung, dass der Iran bei Unterredungen mit dem russischen Unterhändler konstruktive Vorschläge zur Lösung des Atomkonflikts mit dem Westen machen wolle. Hinzu kamen Gewinnmitnahmen nach dem Abprall vom Widerstand sowie das Ausbleiben weiterer stützender News über Versorgungsprobleme. Die Raffinerie in Schottland soll morgen wieder gestartet werden. OPEC-Präsident Khelil betonte nochmals, es sei genügend Öl im Markt vorhanden.
Auch wenn die Notierungen am Nachmittag deutlich nachgaben und sich den Vortagesschlusswerten näherten, so lagen sie doch zum Zeitpunkt der Tagespreiserfassung knapp unterhalb der 120 Dollarmarke. Deshalb geht es an diesem Montag in der täglichen Erfassung der Heizölpreise von Brennstoffspiegel und mineralölrundschau im Vergleich zum vergangenen Freitag deutlich nach oben. Mit einem Plus in Höhe von durchschnittlich 1,20 Euro pro 100 Liter erreichten die Preise ein neues Allzeithoch. Bei einem Durchschnittspreis von nunmehr 84,12 Euro pro 100 Liter (beim Kauf einer 3000 Literpartie Heizöl EL) liegen die Bezugskosten mehr als zwei Euro über dem Niveau vom vergangenen Montag.
Die Entwicklung der heimischen Heizöl-Endverbraucherpreise in den einzelnen Bundesländern zeigen die Grafiken auf dem Energieportal www.brennstoffspiegel.de in der Rubrik Marktdaten.
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