(openPR) Tourismusverband rechnet mit guter Saison und setzt auf weitere Verbesserungen im Service
Nach dem ersten Viertel des Jahres 2008 und unmittelbar vor Beginn der Saison zieht der Landestourismusverband eine weitgehend positive Bilanz des bisherigen Tourismusjahres. In den ersten zwei Monaten des Jahres 2008 hatten in Mecklenburg-Vorpommern 486.000 Gäste 1,75 Millionen Mal übernachtet. Dies entspricht einer Steigerung von 10,6 Prozent bei den Ankünften und von zwölf Prozent bei den Übernachtungen gegenüber 2007, als mit 26,3 Millionen mehr Übernachtungen als jemals zuvor in Mecklenburg-Vorpommern gezählt wurden. Verbandspräsident Mathias Löttge zeigte sich im Rahmen der Saisoneröffnung vom Landestourismusverband, vom Landesverband des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes und vom Landesgolfverband in Binz auf Rügen erfreut darüber, "dass die Bemühungen um Gäste vor allem in den besucherschwächeren Monaten fruchten". Er erwarte auch für den März gute Zahlen, da in diesem Monat viele Gäste ihren Osterurlaub im Land verbracht hätten. Mit leichten Einbußen sei dagegen im April zu rechnen, der kühler und etwas ereignisärmer als der des Vorjahres sei.
Die insgesamt positive Tendenz kann nach seiner Einschätzung übers Jahr gesehen anhalten. "Wenn nicht unvorhergesehene Widrigkeiten auftreten, können wir in diesem Jahr erstmalig an der 27-Millionen-Marke kratzen", so Löttge. Dies entspräche einer Steigerung der Übernachtungszahlen um knapp drei Prozent. Große Reiseveranstalter signalisieren Löttge zufolge, dass es in ein ausgeprägtes Interesse an Urlaubsangeboten in Mecklenburg-Vorpommern gibt. Dies bestätigten auch Buchungsplattformen, die teilweise von Steigerungen bei den Buchungen im zweistelligen Prozentbereich sprechen.
Wichtiger sei jedoch, so Löttge, dass das Land in einigen Bereichen der Gästezufriedenheit einen weiteren Sprung nach vorn mache. "Die aktuellen Ergebnisse unserer Gästebefragung zeigen, dass wir bei der Gesamtzufriedenheit und bei der Vermittlung von Argumenten für einen Wiederholungsbesuch gut sind. Steigern sollten wir uns dagegen im mittleren Angebotssegment und beim Verhältnis von Preis und Leistung", erklärte Löttge. Für ihren Urlaub vergeben die MV-Urlauber insgesamt die Durchschnittsnote 1,7. Bei den Unterkünften schneiden vor allem die oberen und die unteren Preislagen gut ab. "Dazwischen gibt es so etwas wie eine Mitte ohne besondere Kennzeichen. Die Erfahrung zeigt aber, dass die Gäste eher einen Stärken-Schwächen-Mix zu tolerieren bereit sind als Allerweltsangebote", erklärte Löttge.
Nicht zufrieden sein könne man mit der Bewertung des Preis-Leistungs-Verhältnisses. Mit Note 2,3 wird dies schwächer bewertet als andere Eigenschaften des Urlaubslandes Mecklenburg-Vorpommern. "Dabei gilt es eher etwas an der Qualität und am Service zu ändern denn am Preis", so Löttge. Deswegen unterstütze der Tourismusverband die Qualitätsoffensive des Landesverbandes des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes mit dem Titel "ServiceQualität Deutschland". Löttge: "Dieser branchenübergreifende Ansatz ergänzt hervorragend die in einzelnen Produktbereichen erfolgreich platzierten Qualitätssiegel des Tourismusverbandes." Dazu zählen unter anderem das über Mecklenburg-Vorpommern hinaus etablierte Maritime Qualitätsmanagement (MQM), das ebenfalls bundesweit eingeführte Qualitätsmanagement für Kinder- und Jugendreisen (QMJ) oder das Qualitätssiegel für Familien, für das sich aktuell mehr als 100 Unternehmen, Einrichtungen und Kommunen im Land beworben haben. Darüber hinaus werden derzeit Maßstäbe für barrierefreien Tourismus entwickelt, die sich an den Bedürfnissen von Menschen mit Behinderungen und von Älteren orientieren. Auch steht in diesem Jahr die zweite Zertifizierungsrunde im Bereich Wellness an, wobei neben klassischen Wellness-Angeboten auch größerer Wert auf gesundheitstouristische Angebote gelegt wird. "Die immer individuelleren Nachfragen der Gäste machen spezifische Qualitätsstandards erforderlich", sagte Mathias Löttge.
Internet: www.auf-nach-mv-de










