(openPR) Berlin - Betrifft das Thema 'Stalking' nur Prominente oder können auch Normalbürger von dieser Form der Gewalt betroffen sein? In seinem Vortrag am Freitag, 18.04. um 17:30 Uhr in der Urania Berlin informiert Prof. Joachim Zeiler, Chefarzt der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, Vivantes Berlin über Ursachen, Formen und Auswirkungen von Stalking sowie über die Möglichkeiten des Schutzes u.a. durch das 2007 in Kraft getretene neue Stalking-Gesetz.
Unter Stalking (deutsch: Nachstellung) versteht man das willentliche und wiederholte (beharrliche) Verfolgen oder Belästigen einer Person, deren physische oder psychische Unversehrtheit dadurch unmittelbar, mittelbar oder langfristig bedroht und geschädigt werden kann. Jeder Mensch kann Opfer von Stalking werden, meist trifft es Frauen. Opfer und Täter müssen sich nicht notwendigerweise kennen, doch sind oft Personen betroffen, die eine Beziehung oder Ehe mit dem Täter beendet oder einen Beziehungswunsch des Täters zurückgewiesen haben. Stalking spielt sich aber nicht nur im privaten Bereich ab, sondern auch Berufsgruppen mit Kundenverkehr, Patienten oder Klienten können Opfer eines Stalkers werden. Die Motive und Beziehungsverhältnisse sind dabei vielfältig. Häufig geht es Stalkern um die Ausübung von Macht und Kontrolle, sie können sich auch selbst als Opfer wahrnehmen.
Erst seit einigen Jahren wird diese Form der Gewaltanwendung vermehrt öffentlich diskutiert. Stalking beeinträchtigt das Leben der Opfer und ihrer Angehörigen massiv und hat Auswirkungen auf ihre Alltagsgestaltung, ihre Psyche, ihre Arbeitsfähigkeit und ihre Beziehungen. So leiden Stalking-Opfer unter häufigen Telefonanrufen oder SMS, Verfolgen oder penetrantem Aufenthalt in der Nähe bis hin zur Kontaktaufnahme über Dritte, auch am Arbeitsplatz. Körperliches Attackieren oder die Ausübung von körperlicher Gewalt kommen nach einer Analyse der Uni Darmstadt in Zusammenarbeit mit dem Weißen Ring in jedem fünften Fall vor. Im März 2007 trat ein neuer Gesetzentwurf zum Stalking in Kraft. Je nach Auswirkung der Tat auf das Opfer sieht er Freiheitsstrafen von bis zu zehn Jahren vor. Prof. Joachim Zeiler steht im Anschluss an seinen Vortrag für Publikumsfragen zur Verfügung.
Kartentelefon: 030 / 218 90 91 oder online reservieren unter www.urania.de.










