(openPR) Landgericht Stuttgart gibt ELO-Antrag gegen unsachgemäße Produktdarstellung statt:
Stuttgart, 14. April 2008 – Mit dem Erwirken einer einstweiligen Verfügung reagiert die ELO Digital Office GmbH auf die Veröffentlichung der aktuellen BARC-Software-Evaluation Enterprise Content Management. Der Beschluss des Landgerichts Stuttgart vom 13. März 2008 untersagt der Business Application Research Center (BARC) GmbH, den Anfang 2008 neu aufgelegten ECM-Systemvergleich 2007 in der bisherigen Form auszuliefern bzw. über den Oxygon Verlag zu vermarkten. ELO Digital Office sieht ihr Unternehmensimage beschädigt, da BARC die Bewertung der ELO-Produkte wortwörtlich aus der ECM-Studie 2004 in den Marktvergleich 2007 übernommen hat. Das Gericht gibt mit der Verhängung der einstweiligen Verfügung dem Antrag der ELO Digital Office GmbH gegen die unsachgemäße und veraltete Produktdarstellung statt.
Hintergrund der Auseinandersetzung ist der Sachverhalt, dass das unabhängige Würzburger Institut anstelle einer aktuellen Bewertung der ELO-Produkte den Testbericht aus dem Jahr 2004 Wort für Wort in die ECM-Studie 2007 übernommen hat. BARC erweckt jedoch sowohl in der Studie als auch in diversen Veröffentlichungen den Eindruck, es handele sich um neu erhobene Marktdaten. Insbesondere für Interessenten, die sich mit Hilfe der BARC-Studie einen ersten Überblick über die am Markt verfügbaren ECM-Systeme verschaffen möchten, ist kaum ersichtlich, dass es sich bei einem Teil der vorgestellten Produkte um veraltete, oftmals nicht mehr verfügbare Releases handelt.
BARC geht in der Software-Evaluation 2007 auf den ELOprofessional-Client sowie den ELOenterprise-Client und -Server ein. Die beschriebenen Funktionen beziehen sich jedoch auf die Version 4.0 von ELOprofessional, obwohl bereits seit März 2007 das Release 6.0 erhältlich ist. Ähnlich verhält es sich bei ELOenterprise: Hier spricht BARC von Version 1.0, dabei ist hier ebenfalls bereits das Release 6.0 am Markt verfügbar. Die in der Zwischenzeit erfolgte Produkt- und Architekturumstellung hatte eine Vielzahl an neuen Funktionen wie zum Beispiel die Dokumentenklassifizierung, das Text-Mining oder eine eigene WCM-Komponente zur Folge. Nach dem Redesign hat das Stuttgarter Unternehmen in den Jahren 2006 und 2007 eine Vielzahl an nationalen und internationalen Auszeichnungen erhalten.
„Für uns ist diese Falschdarstellung hochgradig geschäftsschädigend, da die im Jahr 2004 bewerteten Systeme bei weitem nicht über den Leistungsumfang unserer aktuellen ECM-Suite verfügten. Zum damaligen Zeitpunkt war unsere Entwicklung gerade dabei, speziell ELOenterprise auf Serviceorientierung umzustellen“, berichtet Karl Heinz Mosbach, Geschäftsführer ELO Digital Office GmbH. „Sinn und Zweck einer derartigen Studie ist es doch, als Entscheidungshilfe im Auswahlprozess zu dienen. Auf diese Weise wird Interessenten jedoch ein völlig falsches Bild auf Basis von zum Teil uralten Produkttests vermittelt. Zu einem Listenpreis von 1.059,30 EUR darf der Käufer zu Recht erwarten, einen Marktüberblick mit aktuell erhobenen Angaben zu erhalten“, so Mosbach weiter.
Als enttäuschend bewertet Mosbach insgesamt auch den mangelhaften Vergleich der Systeme untereinander in der BARC ECM-Untersuchung. „Zum Teil werden einzelne Systeme im Bewertungskiviatgraph mit bis zu 70 Prozent WCM-Funktionalität ausgewiesen, obwohl die entsprechenden Hersteller über gar kein eigenes WCM-Modul verfügen. In unseren Augen hat die Studie dadurch in den letzten Jahren erheblich an Glaubwürdigkeit verloren.“


