(openPR) Heilbäder und Kurorte im Land sind starker Wirtschaftsfaktor:
Orte verstärken Angebote für Gesundheitstouristen / Schweizer Gäste bevorzugen Baden-Württemberg / Bad Dürrheim ist erster Club-Kurort Deutschlands
BAD LIEBENZELL - Baden-Württembergs Heilbäder und Kurorte sind ein starker Wirtschaftsfaktor. Dort werden jährlich 3,05 Milliarden Euro erwirtschaftet. 70.000 Menschen sind in dieser Sparte der Gesundheitsbranche im Land beschäftigt. Diese Zahlen präsentierte der Präsident des Heilbäderverbandes Baden-Württemberg, Professor Rudolf Forcher, im Rahmen des alljährlich in Bad Liebenzell stattfindenden Führungskräfteseminars vor Bürgermeistern und Kurgeschäftsführern der 57 Heilbäder und Kurorte. Dr. Peter Mendler vom Wirtschaftsministerium stellte das neue Förderprogramm des Landes zur Stärkung des sanften Tourismus vor.
Im Rahmen dieses Programms will die Landesregierung mit zehn Millionen Euro den sanften Tourismus fördern. "Hierzu zählt auch und in erster Linie der Gesundheitstourismus in den Heilbädern und Kurorten", so der Referatsleiter für Tourismus im Wirtschaftsministerium. Infrastrukturmaßnahmen, Einzelbetriebe sowie gezielte Marketingmaßnahmen können mit diesem Zehn-Millionen-Programm gefördert werden.
Professor Forcher begrüßte die Unterstützung durch das Land Baden-Württemberg. "Wir sind nach wie vor das Bäderland Nr.1 in Deutschland." Die Bedeutung für das Land unterstreiche allein die Tatsache, dass die 57 Heilbäder und Kurorte allein schon 37 Prozent des Gesamtumsatzes im Tourismus erwirtschaften würden. "Im Vergleich zu den 240 Tourismusgemeinden des Landes brauchen wir uns also mit unserer Wirtschaftskraft nicht zu verstecken", so Forcher.
Inhaltlich sehen sich die Einrichtungen für den wachsenden Wettbewerb auf dem Gesundheitsmarkt gut gerüstet - national wie international. In Bad Liebenzell präsentierten Vertreter von Bad Dürrheim ihr seit gut einem Jahr neues Konzept des ersten deutschen Club-Kurortes. Animationen, Club-Essen, eine eigene Währung mit Club-Talern und neue Club-Hotels gehören zu diesem Konzept, das von den Gästen offensichtlich gut angenommen wird. Die Übernachtungszahlen sind innerhalb eines Jahres von 535.000 auf rund 600.000 gestiegen. Am Ort sorgt darüber hinaus die Deutsche Aqua Fitness Akademie für weitere Anziehungskraft.
Für internationales Flair in den Heilbädern und Kurorten sorgen in erster Linie die Gäste aus der Schweiz. Sie führen mit Abstand die Liste der ausländischen Gäste in Baden-Württemberg an, gefolgt von den Niederländern, den Briten und US-Amerikanern. Bei 1,2 Millionen Übernachtungen, davon über 400.000 in den Heilbädern und Kurorten des Landes, geben die Schweizer Gäste überdurchschnittlich viel während ihres Gesundheitsurlaubs aus. 130 Euro pro Nacht und 570 Euro pro Riese sind es im Durchschnitt bei den Schweizern. Zum Vergleich: französische Gäste geben im Schnitt pro Nacht nur 39 Euro und pro Reise 306 Euro aus. "Dies liegt daran, dass die Schweizer einen qualitativ hochwertigen Gesundheits- und Wellnessurlaub in Baden-Württemberg schätzen, während das Thema Wellness und Gesundheit in Frankreich nicht modern ist", so Frieder Hebenstreit von der Deutschen Zentrale für Tourismus, der in Bad Liebenzell diese Zahlen präsentierte.








