(openPR) Einzelausstellung vom 19. 4. 2008 – 24. 5. 2008
Vernissage am 18. 4. 2008, 19:00 Uhr
Seit Dezember 2007 wird Franziska Klotz von der janinebeangallery vertreten.
In der kommenden Einzelausstellung zeigen wir neue Arbeiten aus der Serie „Beauty is no Protection“ der Künstlerin Franziska Klotz. Mit den großformatigen Malereien dieser Serie geht es Franziska Klotz um Zwischentöne und Irritationsmomente, um das Flirren von Licht und Farbe. Um den Augenblick in Bewegung, den sie einzufangen sucht, ohne dessen Dynamik zum Erliegen zu bringen. Diese rätselhaft offenen Innen– und Außenszenarien bilden die Wirklichkeit nicht ab, sondern halten sie höchstens kurzfristig an – gerade so lange, dass die Betrachter einen Eindruck erfassen können, eine Art Nachbild der Wirklichkeit, die sich jedoch stets aus mehreren Repräsentationen speist.
Dafür arbeitet sie mit selbst aufgenommenen fotografischen Vorlagen, zum Teil mit vorgefundenen Bildern aus Zeitungen und Zeitschriften, die sie sammelt und als skizzenhafte „Auslöser“ für die Umsetzung der Bildideen auf der Leinwand verwendet. In einer Art Collageverfahren wählt die Malerin zunächst Ausschnitte von zwei, drei Einzelfotos aus verschieden Kontexten aus, reichert diese zusätzlich mit erfundenen Elementen an und setzt sie dann auf der Leinwand zu einer neuen hybriden Synthese zusammen. Ausgangspunkt ist aber stets eine „besondere Auswahl der gesehenen Dinge, ein Registrieren unbedeutender Tatsachen, wodurch sich die wirklichen Gegenstände nach und nach verwandeln: sie werden zum Hintergrund, auf dem sich plötzlich ein anderer Sinn abzeichnen kann.“
An der Erzeugung dieses anderen Sinns, der als Mehrwert aus der multiplen Bedeutungsverschiebung auf verschiedene Ebenen hervorgeht, ist der Blick des Betrachters entscheidend beteiligt. Nach einer stärkeren „narrativen“ Phase legt Franziska Klotz mit ihrer neuen Serie ihre Bilder möglichst offen an, so dass die Rezipienten ihre eigenen Interpretationen mit einbringen können. Durch den Einsatz „banaler“ Motive erhält die Malerin ihrerseits, wie sie sagt, „die größte Freiheit, in die Farbe zu gehen und den Gegenstand bis zur Abstraktion aufzulösen“.
Die Farbe ist für die Künstlerin nicht nur Vehikel für die Vermittlung von Inhalten beziehungsweise bildlichen Assoziationsfeldern, sondern ist in ihrer vielfältigen materiellen Ausformbarkeit für sich genommen ein zentraler Bedeutungsträger in den Arbeiten der Serie, gepaart mit einer technisch- stilistischen Pluralität, in der (Vor-) Zeichnung, gespachtelte, mit dem Pinsel aufgetragene und aufgesprühte Farbe gleichermaßen zum tragen kommen.
Dissonanzen und Irritationen kennzeichnen Franziska Klotz´ brüchige Ansichten einer Wirklichkeit, in der subjektives und kollektives Erleben miteinander verschränkt ist. In dieser Hinsicht ist das charakteristische, bildimmanente Flirren, das die Betrachter hineinzieht, verwirrt und immer wieder in Atem hält, auch Ausdruck unserer vom Parallelfluss der Bilder und Informationen durchfluteten Realität, dem großen „Flackern der Medienwelt“ (Franziska Klotz) heute.
Insofern ihre Bilder aus der „gegenwärtigen visuellen Kultur generiert sind“, geht es der Künstlerin mit ihren neuen Werken nicht um den Ausdruck eines Unbehagens dieser Kultur, sondern um das Thematisieren und Ansprechen „von Sehgewohnheiten, die man in der jetzigen Zeit hat“.
Dabei verwischt sie stets wieder die Spuren der Realitätsrückbindung, setzt die Gewissheiten außer Kraft und lässt sie ins irreale kippen. So hält sie im Spannungsraum ihrer Malerei, in der Momenthaftes und Dauerhaftes zusammen fallen, die Widersprüche wach und sorgt dafür, dass alle daran beteiligten Komponenten weitmöglichst mobil bleiben.
Öffnungszeiten:
Mo, Mi, Fr: 11.00-18.00 Uhr
Di, Do: 11.00-16.30 Uhr
Sa: 12.00-18.00 Uhr
und nach Vereinbarung













