(openPR) Warum bastelt man in China Schuhe aus Papier, um sie hinterher zu verbrennen? Wer sich das schon immer gefragt hat, für den hat Annika Binder eine Antwort: "In China glaubt man, dass solche Geschenke als Rauch in den Himmel steigen und die Verstorbenen sich darüber freuen". So hat es die Schülerin während ihres Austauschjahres mit AFS von ihrem Gastvater gelernt.
Weitere spannende und wissenswerte Antworten darauf, welchen Kulturunterschieden Austauschschüler begegnen und wie sie damit im Alltag lernen umzugehen, gibt die Ausstellung "Genau wie hier, nur alles anders – KulturUnterschiede entdecken" der gemeinnützigen Schüleraustausch-organisation AFS Interkulturelle Begegnungen e.V.. Sie wurde am 8. April eröffnet und ist zunächst im "Hühnerposten" in Hamburg zu sehen.
In die Ausstellung sind Erfahrungen von mehr als 200 Austauschschülern und Gastfamilien aus sechs Jahrzehnten Schüleraustausch eingeflossen. Konzipiert und umgesetzt wurde sie von einer Gruppe ehemaliger AFS-Programmteilnehmer. Stellwände und eine "Hörstation" geben den Besuchern der Ausstellung einen informativen und emotionalen Einblick in das Leben im Ausland: So betreten sie zusammen mit Gretel Rieber-Wicke zum ersten Mal einen amerikanischen Supermarkt der fünfziger Jahre. Jolande Fooken erzählt ihnen, wie sie sich im letzten Jahr bei ihrem malaysischen Gastvater Respekt verschafft hat. Und mit Barbara Pielke erleben sie, wie man mit einer Gasttochter zusammen lebt, die den Ramadan befolgt.
Den theoretischen Hintergrund für die Ausstellung über Kulturunterschiede liefert das Modell des Sozialwissenschaftlers Geert Hofstede: Schicht für Schicht erklärt er den Begriff "Kultur" wie eine Zwiebel. Materialien wie eine Ausstellungsrallye, ein großformatiges Memory und ein "Europa-Twister" ermöglichen Schulklassen und Jugendgruppen einen spielerischen Zugang zum Thema Interkulturelles Lernen. Für Lehrer und Jugendleiter stehen auf www.afs60.de/wje Hintergrundinformationen bereit. Die Ausstellung ist eine der zentralen Aktivitäten anlässlich des 60-jährigen Jubiläums von AFS.
Nach dem Start in Hamburg geht sie auf Tournee durch mehr als 20 deutsche Städte: überall dort, wo sich ehrenamtliche Mitarbeiter als Gastfamilie oder Betreuer von Austauschschülern für AFS engagieren und mit der Ausstellung über interkulturellen Jugendaustausch informieren möchten. Zum Abschluss der Tournee schmückt die Ausstellung die Jubiläumsfeier im Oktober in Berlin.
Wann die Ausstellung auch in Ihrer Nähe zu besuchen sein wird, erfahren Sie auf der AFS-Jubiläums-Website, unter http://www.afs60.de/web/index.php?NID=68.













