(openPR) AFS Deutschland hat am Samstagabend in Erfurt den Startschuss für die Feierlichkeiten zum 60. Geburtstag gegeben. Gemeinsam mit Thüringens Kultusminster Prof. Dr. Jens Goebel würdigten rund 300 aktive Ehrenamtliche der gemeinnützigen Austauschorganisation das Engagement der Gastfamilien in Ostdeutschland. Eine besondere Auszeichnung erhielt die Lehrerin Heike Szebrat, die als mehrfache Gastmutter und langjährige Gastfamilienbetreuerin geehrt wurde.
Für „Ihr großartiges Engagement, das weit in die Zukunft hineinreicht“, bedankte sich Prof. Dr. Goebel bei allen AFS-Mitarbeitern zum Auftakt des Jubiläumsjahres. „Sie führen Programme durch, um Menschen in der Entwicklung ihres Wissens, ihrer Fähigkeiten und ihres Verständnisses zu unterstützen, die notwendig sind, eine friedvollere und gerechtere Welt zu schaffen.“
Im Osten Deutschlands sind es vor allem Gastfamilien, die sich seit mehr als 16 Jahren für das gegenseitige Verständnis der Kulturen einsetzen: 204 Jugendliche aus allen Erdteilen verbringen hier zurzeit ein Schuljahr – also gut ein Viertel aller Gastschüler, die insgesamt mit AFS nach Deutschland kommen. 33 von ihnen leben in Gastfamilien in Thüringen. „Ostdeutschland ist die einzige Region, in der es mehr AFS-Gastfamilien mit Schülern gibt als Jugendliche, die mit AFS für ein Schuljahr ins Ausland gehen“, sagte Oliver Hartmann, AFS-Vorstandsvorsitzender. „Bei AFS sind Gastfamilien vollwertige Programmteilnehmer“, ergänzte Mick Petersmann, Geschäftsführer der gemeinnützigen Jugendaustauschorganisation. „Für die Austauschschüler gehört die intensive Vorbereitung und Betreuung schon lange dazu. Bei uns bekommen auch die Gastfamilien ein auf sie zugeschnittenes Programm – im Gegenzug für ihr freiwilliges Engagement.“
Rita Reinhardt ist eine Gastmutter der ersten Stunde in Thüringen: Seit 1992 haben 14 Gastschüler ein Zuhause auf Zeit bei ihr gefunden. „Ich finde es immer wieder aufregend, einen jungen Menschen aus einem fremden Land zu empfangen“, betonte sie bei der Jubiläumsveranstaltung. „Es ist einfach toll, nach Hause zu kommen und sich über die Erlebnisse des Tages mit seinem Gastkind zu unterhalten.“
Doch auch das Zusammenleben in der Schule wird durch Jugendliche aus anderen Kulturen bereichert. „Gastschüler sind unersetzbar in der Entwicklung interkultureller Werte an der Schule“, lobte Direktor Dieter Mannel vom Gymnasium in Wurzen. „Wir können als Lehrer vieles tun, doch so eindrucksvoll wie sie, im täglichen Umgang miteinander, schaffen wir das nicht.“ Eine Erfahrung, die auch Heike Szebrat aus ihrem langjährigen Engagement im Stendaler AFS-Komitee gut kennt. Prof. Dr. Goebel überreichte ihr im Rahmen der Jubiläumsveranstaltung die Nominierungsurkunde für den begehrten Galatti Award, die höchste internationale Auszeichnung für ehrenamtliches Engagement der Dachorganisation AFS International. „Mit dieser Nominierung findet Ihr stets auf die Zukunft gerichtetes Engagement für einen verantwortungsvollen und freundschaftlichen Dialog der Kulturen seine verdiente Anerkennung“, sagte er und wünschte dem AFS weiterhin viel Erfolg.
Bundesfamilienministerin Dr. Ursula von der Leyen ist Schirmherrin des Jubiläumsjahres von AFS Deutschland und unterstützt die zahlreichen Aktivitäten der kommenden Monate. Auf vier regionalen Veranstaltungen feiert der gemeinnützige Verein sein Jubiläum, den Höhepunkt des Jubiläumsjahres erwarten die mehr als 3400 ehrenamtlichen Mitarbeiter im Oktober 2008 in Berlin: mit dem AFS-Weltkongress, einer wissenschaftlichen Fachkonferenz und der großen Abschlussgala.
Weitere Informationen zum Jubiläum und druckfähiges Bildmaterial zu der Veranstaltung in Erfurt finden Sie unter www.afs60.de sowie www.afs.de/presse.













