(openPR) ExBa-Studie belegt:
Strategische Innovationen bergen erhebliches Erfolgspotential
Fokus noch zu stark auf Produktinnovationen
Frankfurt, 8. April 2008 - Im Erfinder- und Tüftlerland Deutschland liegt der derzeitige Fokus bei Innovationen auf der Produktentwicklung. Großes Potenzial birgt jedoch ein ausgewogener Innovationsmix aus strategischer, Produkt- und Prozessinnovation. Dahinter steht das Ziel einer verbesserten Wettbewerbssituation und eines gesteigerten Unternehmenserfolgs. Das hat die ExBa-Studie "Innovation" ergeben, die die Deutsche Gesellschaft für Qualität (DGQ), Frankfurt, und die forum! Marktforschung, Mainz, im Rahmen des jährlich erhobenen Excellence Barometers (ExBa) aufgelegt haben.
Danach liegt der Hauptfokus für viele Unternehmen aus dem deutschen Mittelstand auf der technologischen und produktorientierten Innovation. Bestehende Produkte werden verbessert, neue Technologien entwickelt und verfeinert. "Chancen, die in der strategischen Innovation liegen, sind erst wenig bekannt und werden noch weniger genutzt", sagt DGQ-Geschäftsführer Wolfgang Kaerkes. Zwar bescheinigten sich die befragten 301 Top-Entscheider eine hohe Kompetenz für den Innovations- und Unternehmenserfolg, doch sagen nur jeweils 21 Prozent der erfolgreichen und der weniger erfolgreichen Unternehmen aus, dass Innovationen wichtig für den Unternehmenserfolg seien. So liegt denn auch der Stellenwert einer "Unternehmensstrategie" mit 14 Prozent bei den erfolgreichen und sechs Prozent bei den weniger erfolgreichen Unternehmen wesentlich niedriger als der von Produktqualität. Deren hoher Stellenwert spiegelt die Praxisorientierung der befragten Entscheidungsträger wider. Denn viele Führungskräfte sind durch herrschende Unternehmensstrukturen eher produktorientiert eingestellt. Demgegenüber assoziieren nur 21 Prozent der erfolgreichen und 14 Prozent der weniger erfolgreichen Unternehmen den Begriff Innovation mit "zukunftsweisender Strategie, Handlung, Ansicht". Das lässt vermuten, dass insbesondere bei den weniger erfolgreichen Unternehmen das Tagesgeschäft der Strategie vorangeht und der Fokus auf der Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen liegt. Mit anderen Worten: Innovation wird in der Abteilung Forschung und Entwicklung betrieben, nicht auf Geschäftsführungsebene.
In der Kategorie "neue Ideen/ Kreativität" liegen die Zahlen der erfolgreichen Unternehmen mit 14 Prozent fast dreimal so hoch wie die der weniger erfolgreichen Unternehmen mit fünf Prozent. "Erst mit kreativen, neuen Ideen kann ein entsprechendes Innovationsmanagement arbeiten und Ideen kommerzialisieren", so Kaerkes weiter. Ideen an sich reichten aber nicht aus. Sie seien vielmehr der Grundstock für ein erfolgreiches und innovatives Unternehmen. Darüber hinaus bedarf es eines fördernden Innovationsklimas, einer umfassenden Innovationskompetenz sowie eines gelebten Innovationsmanagements. Weitere Informationen zu Kompetenzvermittlung im Innovationsmanagement unter www.dgq.de/Weiterbildung/Management-Programme/Innovationsmanagement.









