(openPR) In diesen Tagen starten die Praxistage 2008 im CJD Jugenddorf Offenburg. 120 Schüler aus zehn Förderschulen des Ortenaukreises haben hierbei die Chance, das Berufsleben intensiv kennen zu lernen. An den insgesamt neun Praxistagen dieses Jahres durchläuft jeder Teilnehmer für jeweils drei Tage drei verschiedene Berufsfelder eigener Wahl. Mit dem von der Agentur für Arbeit finanziell geförderten Projekt können die Schüler ihren künftigen Berufsweg besser und realistischer planen.
Im vergangenen Jahr wurden die Praxistage erstmals im CJD Jugenddorf Offenburg durchgeführt. Mit Erfolg: "Aufgrund der positiven Resonanz auf die Praxistage 2007 hat sich in diesem Jahr die Zahl der teilnehmenden Schulen und Schülern verdoppelt", freut sich Mark Bühler, Leiter der CJD Jugenddorf Christophorusschule Offenburg.
Die 120 Teilnehmer der Praxistage 2008 besuchen derzeit die 8. und 9. Klasse an zehn Förderschulen des Ortenaukreises: Achertalschule (Achern), Heinrich-Hansjakob-Schule (Haslach), Albert-Schweitzer-Schule (Kehl), Gutenbergschule (Lahr), Altstadtschule (Oberkirch), Waldbachschule (Offenburg), Ignaz-Heim-Schule (Renchen) sowie die Förderschulen von Wolfach und Zell am Harmersbach. Mit Schülern der Oberlinschule aus Kehl-Kork nehmen erstmals Jugendliche mit körperlicher Behinderung an den Praxistagen teil.
Bis Ende November 2008 werden die insgesamt neun Praxistage im Jugenddorf abgehalten, mit einem oder zwei Terminen pro Monat. Während dieser Zeit durchläuft jeder Schüler drei von insgesamt zehn angebotenen Berufsfeldern der Bereiche Gewerbe, Technik, Ernährung und Wirtschaft.
Ob Metall-Werkstücke bearbeiten, Servietten falten oder Speisen zubereiten: An drei Praxistagen bearbeiten die Jugendlichen typische Aufgabenstellungen im gewählten Berufsfeld. Zudem erhalten sie umfassende Informationen zum Beruf.
Erfahrene Ausbilderinnen und Ausbilder begleiten und beobachten die Teilnehmer während dieser Praxisphasen. Die Erkenntnisse aus der Beobachtung sowie die Selbsteinschätzung der Jugendlichen werden anschließend miteinander abgeglichen.
Die Schüler erhalten eine Rückmeldung sowohl in mündlicher wie auch in schriftlicher Form. Dies dient dann als wichtige Entscheidungshilfe bei der Berufswahl. So können die Schüler ihre Stärken und Potenziale besser erkennen. Zugleich werden unrealistische Vorstellungen vom jeweiligen Berufsbild zurechtgerückt.
"Zudem blicken die Jugendlichen während der Praxistage hinter die Kulissen des Jugenddorfs. Sie lernen die Ausbilder, Ausbildungswerkstätten und Räumlichkeiten kennen", erklärt Mark Bühler einen weiteren Vorteil der Praxistage. Bestehende Vorurteile werden frühzeitig abgebaut und Hemmschwellen beseitigt: Aus Schülersicht steht damit einem eventuellen späteren Ausbildungsweg im CJD Jugenddorf Offenburg nichts mehr entgegen, ergänzt der Schulleiter.
Die Praxistage 2008 werden finanziert aus Mitteln der Agentur für Arbeit sowie der beteiligten Förderschulen. Da diese Finanzierung bis ins Jahr 2010 gesichert ist, wird das Projekt auch im kommenden Jahr fortgeführt.













