(openPR) Mehrere Assoziationen sind möglich, spricht man heutzutage von short cut. Abkürzung im Sinne eines kürzeren Weges bedeutet im Englischen short cut, ebenso Tastenkombinationen für vereinfachtes Arbeiten mit dem Computer.
Short cuts – der Film Robert Altmans, der einzelne Erzählungen zu minutenkurzen Szenen zerschneidet, ineinander verschachtelt und zu einem dichten Geflecht, einer filmischen Collage verwebt.
Die Ausstellung zeigt unter Anderem eine Serie von Frauenporträts, Schönheitsköniginnen aus den dreißiger Jahren. Neben der wahrscheinlich kurzen Geschichte ihres Ruhmes – auch darin die Referenz zum shortcut -, werden sie allein durch das Element der Schönheit zu Sinnbildern der Vergänglichkeit. Wie im Verschwinden begriffen schimmern ihre fotografierten Gesichter durch gemalte Farbschleier. Diese Verschmelzung der Techniken erzeugt einen Spannungsraum zwischen zwei Realitätsebenen. Während das fotografische Element der Bilder die Höhepunkte der kurzen Ruhmesspanne vergangener Schönheiten zeigt, überhöht die Künstlerin diese indem sie ihnen durch Ausschnitte und Übermalung eine ikonenhafte Aura verleiht. Ihre Existenz erscheint geisterhaft unvergänglich. Durch diese Verflechtung von Gegenstand und Gegenstandslosigkeit, von Zeigen und Verhüllen schafft Rosi Marx Zwischenräume, die die Realität in der Schwebe halten.
Dauer der Ausstellung: 28.03. - 10.05.2008


















