(openPR) Man könnte schon verstehen, wenn die deutschen Fans derzeit ein Gefühl von déjà vû überkommt. Bei einem weiteren Spiel gegen einen der Mitgastgeber der diesjährigen Europameisterschaft im Sommer fuhren Joachim Löws Hoffnungsträger einen weiteren überzeugenden Sieg ein, und dies auch noch ein weiteres Mal zu Null.
Und nicht nur das: Löw konnte außerdem beobachten, wie Jungstar Mario Gomez, der besonders mit einem Doppelpack beeindruckte, der ihn garantiert in der Rangliste von Castrol Performance nach oben katapultiert, wieder zu seiner alten Stärke zurückfand.
Noch vor einem Monat musste Deutschland wegen der schlechten ersten Halbzeit gegen Österreich Spott und Schande über sich ergehen lassen, was die Mannschaft jedoch mit drei Toren in der zweiten Halbzeit durch Miroslav Klose, Thomas Hitzlsperger und Gomez wieder wett machte. Im Spiel gegen die Schweiz waren die Torschützen fast dieselben wie gegen Österreich, doch dieses Mal erwischten die Gäste einen wesentlich besseren Start – und unterstrichen ihre Überlegenheit mit einem unglaublichen Blitztreffer nach der Halbzeitpause.
Die Castrol-Statistik zeigt, dass Deutschland in der ersten Viertelstunde gegen die Schweiz überlegen war: 70% Ballbesitz und 5 Torschüsse auf das Schweizer Tor. In dieser Zeit schaffte die Mannschaft es jedoch nicht, ein Tor zu schießen und gab den Schweizern so Gelegenheit, ihr Selbstvertrauen wieder aufzubauen. Doch nach 24 Minuten gelang den Deutschen endlich ein Tor. Gomez, der auf Kosten von Lukas Podolski neben Klose in der Startaufstellung spielte, versuchte einfach mal sein Glück aus engem Winkel. Sein Torschuss wurde zwar vom Schweizer Torwart Diego Benaglio (der damit weiter an Ansehen gewann, das seit seiner hervorragenden Leistung gegen England im vergangenen Monat stetig wächst) sehr gut pariert, doch gegen das Tor von Klose, der damit seine Tormisere der letzten Wochen und Monate beendete, konnte der 24-Jährige wenig ausrichten. Dieses Tor beschert Klose, der bereits 1687 Punkte hat, weitere Punkte im Index – doch da das Tor aus naher Distanz geschossen wurde und aus einer Torwartparade resultierte, werden es nicht übermäßig viele Punkte sein.
SPIELBESTIMMEND… ABER ZURÜCKHALTEND
Nach dem Gegentor wachten die Schweizer auf und waren eine halbe Stunde lang mit 70% Ballbesitz die spielbestimmende Mannschaft. Nach einem verbissenen Kampf um den Ball im Mittelfeld – besonders beim Duell zwischen Michael Ballack und Gelson Fernandes, die mit 11.818 Metern bzw. 11.730 Metern die weitesten Wege zurückgelegt hatten – übernahm die Heimmannschaft die Kontrolle, wie die 70% Ballbesitz verdeutlichen. Dass es der Schweiz dennoch nicht gelang, aus dieser Dominanz Kapital zu schlagen oder nur einen der 10 Torschüsse zu verwandeln, wird noch für einige Sorgenfalten sorgen.
ALLES KLAR GEMACHT
Die deutsche Mannschaft, die bis dahin auf ihre Gelegenheit gewartet hatte, erzielte 28 Minuten vor Schluss den zweiten Treffer. Damit war die Gegenwehr der Schweizer endgültig gebrochen. Clemens Fritz nahm Tranquillo Barnetta den Ball ab, passte auf Gomez – und der Jungstar verwandelte die Vorlage trotz des Drucks der Schweizer Abwehr mit einem satten Schuss aus halbrechter Position.
Und nur fünf Minuten später wurden aus zwei schließlich drei. Podolksi, der in der zweiten Halbzeit für seinen Mannschaftskollegen Klose vom FC Bayern kam, schnappte sich den Ball an der Mittellinie. Der 22-Jährige spielte Gomez mit einem Pass frei, der dann den Ball durch die Schweizer Hälfte und schließlich vom Strafraum aus ins Tor beförderte. Sein beeindruckender Doppelpack wird ihm satte Punkte in der Castrol Performance-Rangliste bescheren – und unterstreicht vor allem seinen Anspruch auf einen Stammplatz in Löws Mannschaft.
Das vierte Tor der deutschen Mannschaft war hauptsächlich deswegen bemerkenswert, da Podolski damit seinen Position in der oberen Hälfte der Rangliste verbessern konnte. Nach einem schön gespielten Doppelpass mit dem ebenfalls eingewechselten Kevin Kuranyi zog Podolski an Benaglio vorbei und knallte den Ball an Steven von Bergen, der verzweifelt auf der Linie zu retten versuchte, vorbei ins Netz – ein raffiniertes schwieriges Tor, das ihm garantiert einen bemerkenswerten Punktegewinn bescheren wird.
KASTEN SAUBER, PUNKTE SICHER
Jens Lehmanns Leistung in diesem Spiel wird mit Sicherheit dafür sorgen, dass er seine Position in der Rangliste der besten Torhüter hinter dem auf Rang 1 platzierten Gregory Coupet weiter festigt. Dass er zu Null gespielt hat, wird seinen Punktestand ebenso verbessern wie die 10 Torschüsse, die er abwehren musste. Dagegen ist eher fraglich, ob Benaglios Leistung ausgereicht hat, um seine Position als Schweizer Nummer 1 vor Pascal Zuberbühler halten zu können, obwohl er immerhin verhinderte, dass der Sieg der Deutschen noch höher ausfiel. Seine Leistung im Spiel, in dem er einige schlechte Entscheidungen traf (besonders beim ersten und vierten Tor), wird entsprechend in der Rangliste berücksichtigt – und das bedeutet einen Punkteverlust im CPI.
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