(openPR) Andreas Gruss von der Akademie für Persönlichkeitsbildung behauptet: „Egoismus, eitle Selbstdarstellung, Machtstreben und Geldgier sind keine Erkennungszeichen des 21. Jahrhunderts. Seit Menschengedenken schachern und betrügen Menschen, lügen, hinterziehen Steuern, beuten Angestellte aus und betreiben Ränkespiele zur Befriedigung ihrer Machtallüren.“
Wie sie auch heißen mögen, Zumwinkel, Koch, Ypsilanti, Sarkozy, Bush oder aber Kohl und Kanter, es sind nur die Namen die sich ändern, es bleibt der Mensch mit seiner ethischen Einstellung. Es gibt keinen Werteverfall, denn Moral wurde stets gemäß der sie beeinflussenden Macht- und Geldströme individuell definiert.
Warum also gerade heute dieser Schrei nach Moral?
Glauben wir tatsächlich, dass wir im Rahmen einer weltweiten Globalisierung auch humaner, couragierter, ehrlicher geworden sind? Oder ist es die Angst vor der Entdeckung der eigenen Verfehlungen? Scheinheilige Moralapostel heben mahnend den Finger anstatt sich an die eigene Nase zu fassen.
Wie anständig sind wir wirklich?
Lesen wir nicht ständig, wo wieder Betrugsfälle aufgedeckt wurden, wer wen ausgebootet und hintergangen hat und wie man von dubiosen Geschäftemachern trickreich gelinkt wird?
Es würde zu weit führen all die kleinen und großen Betrügereien aufzuzählen, wir sollten uns lieber eine ethisch-moralische Weltanscheuung aneignen, nicht nur auf dem Papier, sondern im Herzen. Was nützen Chartas und Manifeste, wenn der Mensch nicht aus voller Überzeugung danach handelt?
Wirtschaftsbosse, Manager, Politiker und andere Personen in Führungspositionen sind eben auch nur Menschen, die Charaktere sind deswegen nicht unterschiedlich. Es ist der Mensch an sich, der zu solcher Niedertracht neigt – eine Besorgnis erregende Eigenschaft, die schon von den alten Ägyptern und in der Bibel bemängelt wurde. Der Mensch hat sich nicht gewandelt, er wurde lediglich durch Gesetze, Verordnungen und vor allem durch intensivere Überwachungsmaßnahmen gezwungen, sich anders zu verhalten. Die Gesinnung hat sich deswegen jedoch nicht geändert - leider.
„Es fehlt weiterhin an Herzensbildung, die aus Erkenntnis von Innen heraus erfolgen muss. Wir müssen mehr Achtsamkeit praktizieren, bewusster zuhören, Toleranz üben und allen Menschen, allen Rassen, allen Nationen und allen Religionen mehr Respekt erweisen.“
Doch können wir nur das weitergeben, was wir selbst erlernt haben, was man uns vorlebte.










