(openPR) Für Unternehmen, die Stellen mit Ingenieuren und ähnlich qualifizierten Fachkräften zu besetzen haben, lohnt sich zunehmend die Anfrage bei Personaldienstleistern: Gerade für jüngere (Fach-)Hochschulabsolventen wird Personalleasing offenbar immer attraktiver. Dabei bieten kleinere, spezialisierte Firmen oft sogar bessere Optionen als die Großen der Branche, bei denen diese Zielgruppe noch unterrepräsentiert ist.
„Gute Leute händeringend gesucht!“ heißt es derzeit in vielen deutschen Unternehmen. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit ist das Jahr 2008 mit einem hohen Fachkräftebedarf gestartet. Bei den höher qualifizierten Berufen stechen dabei IT-Fachleute und Ingenieure der unterschiedlichsten Fachrichtungen mit jeweils über 10.000 zu besetzenden Stellen im Januar/ Februar hervor. Beim Kampf um die geeigneten Kandidaten haben oft große Unternehmen die Nase vorn, weil bei ihnen bessere berufliche Perspektiven vermutet werden. Aber viele kleinere und mittlere Firmen haben ebenfalls einiges zu bieten - und gehen nur aufgrund geringerer Manpower im Personalwesen und/oder weniger öffentlicher Präsenz leer aus.
Ihnen wird nun zunehmend von einer Seite geholfen, die bis vor Kurzem bei der Suche nach Arbeitnehmern mit (Fach-)Hochschulabschluss kaum eine Rolle gespielt hat: den Zeitarbeits- und Personalleasingunternehmen. Früher als „Ausbeuter“-Unternehmen für minderqualifizierte Berufe verpönt, gewinnen sie angesichts eines immer flexibler werdenden Arbeitsmarktes zunehmend an Bedeutung. „In Verbindung mit zahlreichen gesetzlichen Schutzbestimmungen und vielfach großen Anstrengungen für eine persönliche und faire Betreuung hat sich das Image unserer Branche sehr positiv verändert“, sagt Daniel Meyer, Inhaber und Geschäftsführer der Personalvermittlung danielsuns management GmbH (Wedel). Seiner Ansicht nach würde sich gerade für Unternehmen, die junge Kräfte mit höherer Qualifikation suchen, eine Anfrage bei einer Zeitarbeitsfirma lohnen: „Junge Hochschulabsolventen nutzen gern unsere Erfahrung und Kontakte für den Einstieg in das Berufsleben, weil sie ohne aufwendige Bewerbungen und Testverfahren schnell viel Erfahrung sammeln können.“
Doch auch wenn die Zahl der Akademiker in der Zeitarbeit kontinuierlich ansteigt: Die Vermittlung von Ingenieuren und ähnlich qualifizierten Kräften spielt offenbar gerade bei den Branchenführern noch keine besondere Rolle. Laut einer Umfrage unter den zehn größten deutschen Personaldienstleistern soll der Anteil der Zeitarbeiter mit Hochschulabschluss knapp unter 16 Prozent liegen. Kleinere Anbieter wie danielsuns sind da oft schon weiter. „Wir haben uns von Anfang an auf die Vermittlung höher qualifizierter Berufsgruppen, z. B. junge Maschinenbauingenieure, konzentriert“, sagt Daniel Meyer, „und um diese Spezialisierung
herum ein umfangreiches Dienstleistungspaket aufgebaut.“ So könne man durch gute Kontakte zu Hochschulen schon frühzeitig geeignete Kandidaten ansprechen und biete bereits während des Studiums die Vermittlung von Jobs, damit sich Arbeitgeber und potenzieller Arbeitnehmer möglichst früh kennenlernen können.
Als lokaler Dienstleister kennt danielsuns zudem die fachlichen und persönlichen Anforderungen der Kunden und kann so gezielt geeignete Kandidaten anbieten. Das machen die Wettbewerber zwar auch, doch das Wedeler Unternehmen lässt aus gutem Grund besondere Sorgfalt walten: Der sogenannte „Klebeeffekt“, die Übernahme des Zeitarbeiters durch die entleihende Firma, ist hier das angestrebte Ziel der Personalvermittlung und nicht, wie branchenüblich, eine häufige Nebenerscheinung. Außerdem nutzen viele mittelständische Unternehmen den Service – und die können sich noch weniger als Konzerne „schwarze Schafe“ im Team leisten.
Vom Saulus zum Paulus? Tatsache ist, dass es unter den Zeitarbeitsfirmen sicher immer noch unseriöse Anbieter gibt. Tatsache ist aber auch, dass Zeitarbeit aus dem deutschen Arbeitsmarkt nicht wegzudenken ist, sich qualitativ weiterentwickelt hat und so auch bei höher qualifizierten Berufen zunehmend an Attraktivität gewinnt. Kleinen und mittleren Unternehmen gibt das die Chance, ohne direkten Wettbewerb zu vermeintlich interessanteren Konzernen ihren Fachkräftebedarf zu decken.










