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Bergradeln

11.03.200809:16 UhrFreizeit, Buntes, Vermischtes
Bild: Bergradeln

(openPR) Bergab mit Rückenwind – so macht Radfahren bekanntlich am meisten Spaß. Doch unzählige Hobbyradler sehen das ganz anders: Sie kurbeln leidenschaftlich gern bergauf, möglichst die großen Alpenpässe, die durch Rennen wie die Tour de France bekannt geworden sind. Worauf muss achten, wer sich dieser Herausforderung einmal selbst stellen und dem Ruf der Berge folgen möchte?



[pd-f]Kaum sind die Passstraßen wieder geöffnet (meist Ende Mai), beginnt die Saison der radelnden „Bergziegen“. Sehnig und braun gebrannt, mit entschlossenem Blick und lockerem Tritt, streben sie den Gipfeln entgegen. Wer es ihnen gleichtun möchte, braucht erst einmal das richtige Rad. Leichte Rennräder sind auf den asphaltierten Bergstraßen erste Wahl. Hier können sie ihre Stärken – geringes Gewicht und niedrige Fahrwiderstände – ausspielen.
Empfehlenswert ist etwa ein drittes, kleines Kettenblatt vorn als „Steighilfe“. „Damit hat das Rad nicht nur die üblichen 18 oder 20 fein gestuften Gänge, sondern bis zu 30, darunter auch extrem kleine, mit denen man lange Steigungen im Sitzen hinaufkurbeln kann“, erklärt Stefan Scheitz vom Rennradspezialisten Felt, der zahlreiche Modelle mit drei Kettenblättern im Programm hat (www.felt.de). Stärkere Fahrer schwören heutzutage auf „Kompakt“-Übersetzungen: Statt profimäßigen Kettenblättern in der Abstufung 53/39 wird die Kombination 50/34 montiert. „Optimales Schaltverhalten, deutlich mehr Reserven am Berg, und die klassische Rennrad-Optik mit zwei Blättern ist auch noch da“, resümiert Rennrad-Fachmann Scheitz.

Auch die Fachleute der Aktion Gesunder Rücken (AGR, www.agr-ev.de) raten zu leichten Übersetzungen. „Ein runder, flüssiger Tritt im Sitzen ist am schonendsten“, sagt Georg Stingel von der AGR. „Wer versucht, sich lange Strecken im Wiegetritt hinaufzudrücken, dem schmerzen rasch Knie und Rücken.“ Ebenfalls ein heißer Tipp vom Rennrad-Experten Felt sind Rennräder mit Komfort-orientierter Geometrie. Seine Firma hat unter dem Namen „Z-Serie“ ein ganzes Sortiment solcher Modelle im Programm (ab 699 Euro, „Z90“). Deren Topmodell steht dem regulären Profirad in Sachen Hightech in nichts nach, sorgt jedoch mit kürzerem Oberrohr und längerem Steuerrohr für eine deutlich aufrechtere Sitzhaltung. „Am Berg kann man mit dieser Position besser die Rumpfmuskulatur einsetzen und auch die Atmung fällt leichter“, erklärt Stefan Scheitz die Vorzüge des Konzepts. Übrigens: Auch viele Fahrer des US-Profiteams Slipstream-Chipotle setzen auf den Komfort-Rahmen ihres Materialsponsors Felt. Es muss nicht gleich ein neuer Rahmen sein, wenn man aufrechter sitzen möchte: Ergonomie-Hersteller Humpert (www.humpert.com) bietet mit dem „Swell-R“ (ca. 65 Euro) einen winkelverstellbaren Vorbau an, der sehr verwindungssteif und leicht ist (unter 200 g) und auch in passenden Maßen fürs Rennrad erhältlich ist.

Locker fahren, häufig trinken

Um die Belastung am Berg richtig zu dosieren, fährt man am besten in der Gruppe: „Wer sich unterwegs noch unterhalten kann, fährt im grünen Bereich“, meint Thomas Johanterwage vom mobilen Leistungsdiagnostiker „OnTrack“ (www.ontrack-online.de). Genug Getränke und Verpflegung sollte man stets dabei haben. „Bananen, einige Power-Riegel und an heißen Tagen mindestens zwei Dreiviertel-Liter-Trinkflaschen mit Apfelschorle“, rät Thomas Wiemann vom italienischen Trinkflaschen-Spezialisten Elite (www.elite-it.com). „Und regelmäßig trinken, bevor der Durst kommt.“ Für die hochsommerlichen Touren der kommenden Saison hat der renommierte Hersteller eine kleine Sensation parat: „Nanogelite“, die erste Thermo-Trinkflasche (18,50 Euro), die elastisch ist wie ein richtiges „Bidon“. Sie wird durch Zusammendrücken entleert, nicht durch anstrengendes Saugen – für Radsportler der perfekte Weg zu kühlem Nass in heißen Rennphasen.
Apropos „heiße Phase“: Ab und zu eine kurze Pause einzulegen, ist keineswegs ehrenrührig, sondern schützt vor Überanstrengung – und erlaubt es dem Sportler, einmal ausgiebig die Landschaft zu genießen. Schnellere Fahrer sollte man übrigens ziehen lassen. Entweder sie haben sich übernommen und werden später wieder eingeholt, oder sie sind einfach stärker ...

Windjacke für die Passhöhe

Auf über 2.000 Meter Höhe ist es deutlich kühler als unten im Tal. Daher sind Überzieher für Arme und Beine (so genannte Arm- und Beinlinge) sinnvoll. Obligatorisch zum Schutz vor dem Fahrtwind bei der Talfahrt ist eine leichte Wind- oder Regenjacke (passt zusammengerollt ebenfalls noch in die Trikottasche). Wichtig ist auch eine gute Sportbrille, die die Augen vor hellem Licht und Insekten schützt.

Gute Vorbereitung zählt

Thomas Wiemann rät, sich vor dem Start unbedingt mit wasserfester Sonnenmilch einzucremen: „In großer Höhe ist die Sonnenstrahlung sehr intensiv.“ Außerdem, so sein Tipp, Sitzcreme verwenden und die Beine mit Startöl einreiben. „Das erfrischt, macht die Beine locker und fördert die Durchblutung“, erklärt Wiemann, dessen Firma zahlreiche Berufssportler mit „Ozone“-Pflegeprodukten versorgt.
Vor dem Gipfelsturm sollte man sein Rad vom Fachhändler auf Herz und Nieren prüfen lassen, mit besonderem Augenmerk auf den Bremsen (abgenutzte Beläge austauschen, Züge kontrollieren) und Reifen. Die Pneus dürfen nicht abgefahren sein. Auf dem oft rauen und geflickten Asphalt in den Alpen und den Pyrenäen fahren viele Hobbyradler übrigens mit etwas breiteren Reifen: 25 oder 28 Millimeter statt der üblichen 23, mit denen die Profis unterwegs sind. „Mehr Volumen gleich deutlich mehr Komfort und Grip in den Kurven“, beschreibt Carsten Zahn vom Reifenhersteller Schwalbe die Vorteile (www.schwalbe.de). Übrigens: Auch leicht laufende Highend-Rennreifen wie Schwalbes Ultremo (ab 42,90 Euro) sind den Belastungen der Bergfahrt gewachsen. Wer sein Rennrad auf Diät setzt, um bergauf weniger Masse bewegen zu müssen, kommt um diesen 195 Gramm leichten und dabei ausgesprochen pannensicheren Spitzen-Pneu kaum herum.

Unerwarteter Nebel kann in den Bergen genauso die Sicht verschlechtern wie schlecht beleuchtete Tunnel oder Galerien. Beispielsweise wie es sie etwa am Col d’ Iseran in den Alpen oder am legendären Pyrenäenpass Col du Tourmalet gibt. Ein Tipp für bessere Sichtbarkeit unter erschwerten Bedingungen: „TT-Reflect Reflexbänder, die bis zu 400 Meter weit reflektieren“, so Uwe Dohse vom Anbieter Rema Tip Top (www.rema­tiptop.de, ab 5 Euro). Oder die winzigen, aber ultrahellen Leuchtdioden des „TopFire“-Helmrücklichts von Busch und Müller, das in die Lüftungsschlitze des Helms geklebt wird (www.bumm.de, 14 Euro).

„Houston, wir haben ein Problem“ – kleine Helfer

Auch wenn eine Passfahrt keine alpine Bergbesteigung in menschenleeren Regionen ist, sollten Radsportler nur komplett ausgestattet ins Gebirge ziehen. Dazu gehört auf jeden Fall ein hochwertiger Fahrradhelm. Modelle wie der „ S-Force Road“ von Abus (www.abus.de, ab 54 Euro), den auch die Rennfahrer des Teams Sparkasse einsetzen, verbinden gute Belüftung durch große Luftschlitze mit optimaler Schutzwirkung. Gerade im Gebirge kann es aufgrund hoher Geschwindigkeiten und Konzentrationsmängeln zu brenzligen Situationen kommen. Sollte es wirklich einmal zum Sturz kommen, ist es allemal besser, mit einem Brummschädel im Krankenhaus aufzuwachen, als auf dem Friedhof ...
Nicht fehlen sollten Ersatzschlauch, Kunststoff-Reifenheber, Miniwerkzeug und eine kompakte Luftpumpe, dann steht dem ersten Gipfelsturm nichts mehr im Weg. Erfahrene Radsportler packen alles in eine kompakte Satteltasche wie die „Euston“ von Abus (12,95 Euro), damit die Rückentaschen von drückender Fracht frei bleiben; die Pumpe lässt sich leicht am Rahmen befestigen. Noch etwas vergessen? Ach so, ein moderner Fahrradtacho gehört natürlich auch ans Rad. Damit man die Tour später dokumentieren kann – mit Gesamtdistanz, Klettermetern und Maximal-Speed. Das Sammeln von persönlichen Spitzenwerten ist schließlich auch einer der Reize des alpinen Rennradfahrens...

Trockenübungen

Wer alleine wegen der Anstrengungen in den Bergen radeln möchte, der kann auch in der Sicherheit des heimischen Wohnzimmers trainieren: Mit dem Real Power CT-Trainer des Herstellers Elite (www.elite-it.com) können Radsportler Steigungen bis zu 20 Prozent auf dem Rollentrainer simulieren. Dieser„ewige Anstieg“ kennt keine schlechte Witterung und dennoch lästige Konkurrenten, denn via PC kann man gegen virtuelle Gegner antreten(ca. 1.450 Euro): der Berg ruft!

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