(openPR) Gemeinsam statt einsam: Bei der ersten „Innovationswerkstatt“ im Rahmen von BARBIZZ waren die Teilnehmer von der kreativen Vielfalt ihrer kollektiven Intelligenz selbst überrascht.
„Nur wer dabei gewesen war, hat gesehen, dass es wirklich funktioniert“, schwärmt Frank Eberhard. Der Bereichsleiter der Infraserv Logistics GmbH (Frankfurt) war einer von rund 100 Interessierten, die sich am vergangenen Mittwoch (27.02.08) die mit Spannung erwartete Premiere der „Innovationswerkstätten“ nicht entgehen lassen wollten. An jenem Abend verwandelte sich das Park-Café im Congress-Park-Hanau für einige Stunden in einen Ort, an dem Menschen mit völlig unterschiedlichen Berufen und Erfahrungen gemeinsam an konkreten Fragestellungen arbeiteten – und das freiwillig und unentgeltlich.
Der Grundgedanke der „Innovationswerkstätten“ ist bestechend einfach: „Aktuelle Erkenntnisse der Neuroforschung und der Organisationsentwicklung belegen, dass heterogene Gruppen das größte Potenzial zur Entwicklung von Innovationen haben. Denn in ihnen treffen ganz unterschiedliche Erfahrungs- und Wertewelten aufeinander. Und jeder Teilnehmer kann in diesem Rahmen seine ureigenen Talente in die Waagschale werfen“, erläutert Alexander Häussermann. Der 40-jährige Organisationsentwickler aus Schlüchtern hat das methodische Konzept für diese Abendveranstaltung entwickelt und ihre konkrete Durchführung überwacht. Im Vorfeld hatte Häussermann zahlreiche Themen gesammelt und diese für die erste Veranstaltung zu vier spannenden und sehr unterschiedlichen Fragestellungen aufbereitet.
Kollektive Intelligenz schafft Innovationen
Und so gruppierten sich am vergangenen Mittwoch willige Denker, pfiffige Problemlöser oder einfach nur notorische Skeptiker im Park-Café neugierig an den Flipcharts und Pinwänden der vier so genannten „Denkplätze“. An jedem dieser „Denkplätze“ wurde zu einem bestimmten Thema eine Frage aufgeworfen, die für alle Anwesenden auf den ersten Blick zu verstehen war. Jeder „Denkplatz“ wurde von einem „Themeneigner“ betreut und moderiert, der das Thema auf den Plan gebracht hatte. Einer dieser „The-meneigner“ war Stefan Brehm. Der 45-jährige Kundenberater der Sparkasse Hanau wollte wissen, „wie ein idealer Firmenkundenberater aus der Perspektive Dritter auszusehen hat.“ Und weil viele der Anwesenden Unternehmer oder Freiberufler – und damit potentielle Kunden – waren, füllte sich Brehms Flipchart in Windeseile. „Ich war total überrascht, wie viele unterschiedliche Aspekte eingebracht wurden“, freut er sich über das rege Interesse an seiner Themenstellung. „Wir werden die Anregungen nun intern auswerten und dann gemeinsam überlegen, wie wir die Wünsche und Vorstellungen umsetzen können“, erzählt der Finanzexperte.
Auch Siegbert Ullmann war schnell vom Konzept der „Innovationswerkstätten“ überzeugt. Der Tischlermeister aus Linsengericht war am Mittwoch auf der Suche nach Ideen für eine öffentliche Veranstaltung der Umweltgemeinschaft im Tischler- und Schreinerhandwerk e.V. „Wir veranstalten im Sommer einen Event in Frankfurt und suchen kreative Inhalte, die die Veranstaltung zu einem echten Ereignis machen“, beschreibt Ullmann die Aufgabenstellung. Und er konnte sich über mangelnde Resonanz an seinem „Denkplatz“ nicht beklagen. „Insgesamt habe ich bestimmt 30 oder 40 Vorschläge und Anregungen bekommen, die uns alleine niemals in der Kürze der Zeit eingefallen wären. Damit hätte ich nicht gerechnet.“
Alexander Häussermann freut sich über die positiven Reaktionen an diesem Abend: „Viele Unternehmer engagieren Kohorten von Beratern, ohne überhaupt das Potenzial der Menschen in ihrem Unternehmen zu identifizieren und abzurufen“, kritisiert er in diesem Zusammenhang die Mentalität vieler Firmenchefs. Ein solches Vorgehen sei teuer und töricht, ergänzt Häussermann.
Die „Innovationswerkstätten“ sind im übrigen nur ein Teil des Angebots der „BARBIZZ-Academy“, die Häussermann kürzlich gemeinsam mit Mike Raven, dem Macher von BARBIZZ, und Uwe Berndt, einem Kommunikations-experten aus Frankfurt, gegründet hat. Häussermann: „Mit der ‚BARBIZZ Academy’ wollen wir das vorhandene Potenzial an Intelligenz, Wissen und Erfahrung im Main-Kinzig-Kreis nutzbar machen, damit Menschen zu Bewegern werden.“ Auf der druckfrischen Broschüre prangt dann auch das Motto der verschiedenen Workshop-Angebote: „Bewegen Sie sich. Und andere.“
Weitere Infos: www.barbizz.de.











