(openPR) Insel aus Feuer und Eis – kalte Schönheit am Polarkreis. So oder ähnlich lauten die gängigen, mit plakativen Widersprüchen spielenden Island-Klischees. Doch es gibt auch ein anderes Island, das stille und verborgene, das sich nicht mit Allradantrieb und einem dröhnenden Maximum an PS „erfahren“ lässt. Es lebt in den alten Sagas der Wikingerzeit, jenen archaischen Geschichten von Liebe und Hass, Freundschaft und Feindschaft, Gewalt und Versöhnung. Dort sind historische Personen und Ereignisse mit der poetischen Phantasie unbekannter mittelalterlicher Autoren verwoben.
Wer dieses andere Island sucht, muss sich Zeit nehmen, muss durchs einsame Hochland wandern, am Ufer reißender Flüsse entlang. Er muss seine eigenen Spuren im Lavasand hinterlassen. Es sind nicht nur alte Bücher, sondern auch die isländischen Landschaften, die kargen Berge, die dunklen Schluchten und schwarzen Strände, die die Spuren bewahren.
Der Autor Hans Ulrich Schmid, Professor für germanistische Sprachhistorik an der Universität Leipzig ist dem Land schon viele Jahre verbunden – mit landestypischer Musik, die er auch in Deutschland pflegt, in der Beschäftigung mit der Mythologie sowie auch mit zahlreichen Reisen in das Land der Sagen.
Und wenn man diesen folgt wird man oben im Norden zwei Brüdern an sich vorüberreiten sehen, Hrut und Höskuld, die nach Thingvellir unterwegs sind, dem uralten isländischen Thingplatz, nicht weit vom heutigen Reykjavik. In der Ebene im Südwesten wird man zwei Freunden begegnen, Njall und Gunnar, die versucht haben, dem erbarmungslosen Kreislauf von Gewalt und Rache zu entgehen und die zugrunde gegangen sind. An den Hängen von Thingvellir mit ihren überwucherten Ruinen wird die Frau dem Leser unter die Augen treten, die diesen Kreislauf in Bewegung gesetzt hat. Und ganz im Süden, da wartet dann letztlich doch ein Ort der Versöhnung.
Das Buch erzählt eine alte isländische Geschichte. Und geht mit dem Leser den Weg dorthin.
Hans Ulrich Schmid - Sagaspuren
ISBN 978-3937274-45-4
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