(openPR) Ob Zuhause, im Restaurant oder in der Kirche: Wenn es festlich wird, brennen Kerzen. So auch an Ostern. In der Osternacht wird am geweihten Osterfeuer das Osterlicht entzündet und feierlich in die dunkle Kirche getragen. Die sich verzehrende Kerze symbolisiert den Leib Jesu.
Wachszieher und Wachswarenfabriken stellen seit Jahresbeginn die aufwändig verzierten Osterkerzen her. Der Wachszieher ist einer der ältesten Handwerksberufe. Das Kerzenziehen, ein traditionelles Herstellungsverfahren, wird hierzulande noch gepflegt. Dabei wird der Docht durch ein Wachsbad gezogen - je öfter, desto dicker die Kerze.
In Osterkerzen steckt noch Handwerk. Die Symbole wie das Osterlamm, das Kreuz, das Alpha- und das Omegazeichen werden von Hand modelliert und mit einem speziellen Kerzenkleber aufgebracht. Osterkerzen, die meist über fünf Kilogramm schwer sind, werden vorwiegend im Pressverfahren produziert. Die Strangpresse besteht aus einem Kolben, in dessen Kompressionsraum die hochwertigen Kerzenrohstoffe Bienenwachs, Paraffin und Stearin verdichtet werden. Anschließend wird der Docht, zumeist aus Baumwolle hergestellt, ins Zentrum des Kerzenstranges eingeführt.
Die Symbolkraft der Wachskerzen ist ungebrochen. "In keinem Land Europas werden mehr Kerzen produziert als in Deutschland", sagt W. Reich, Geschäftsführer der Kerzeninnung (Bayerische Wachszieher-Innung / Bundesinnung). Ihr gehören bundesweit rund 60 Mitgliedsbetriebe an. Daneben betreut sie auch zahlreiche Firmen in Österreich, der Schweiz und den Niederlanden - vom traditionellen Wachszieher bis zur modernen Wachswarenfabrik.
Kerze und Wachs gehören zusammen, so wie es der lateinische Ursprung des Namens "cereus" (Wachslicht) bereits impliziert. "Die warm leuchtende Flamme echter Wachskerzen zieht die Menschen seit je her magisch an. Dies lässt sich durch nichts ersetzen - am allerwenigsten durch Kerzenattrappen", erläutert Reich. Ostern ohne Wachskerze sei wie Weihnachten ohne Christbaum.
Weitere Informationen unter www.kerzeninnung.de











