(openPR) Die Prüfkandidaten in unserem schönen Handwerk haben wieder ihr Können unter Beweis gestellt. Der kreative Beruf des Wachsziehers/bildners erfordert Geschick und technisches Talent, Phantasie und Materialkenntnis. Diese vier Voraussetzungen haben unsere Wachsbildner/innen und Wachszieher/innen dieses Jahr wieder bestens erfüllt und ihre Gesellenprüfung mit Bravur bestanden.
Früher gehörten zu den Wachsziehern auch noch die Lebzelter, also die Lebkuchenmacher. Heute gibt es den Lebzelter nicht mehr, geblieben ist aber der Wachszieher und sein krisensicheres Produkt: "Die Kerze".
Auf Docht aufgezogen, denn Wachsziehen kommt ja tatsächlich daher, dass die Kerzen gezogen werden. Auf zwei Eisentrommeln wird ein endloser Docht aufgezogen und mit Maschinen wiederholt durch die flüssige Kerzenmasse geführt. Der Durchmesser der Kerzen wird mit einer Stahlscheibe und konzentrisch angeordnetem Durchlass auf die gewünschte Form fixiert. Hat der Kerzenzug den vorgesehenen Durchmesser erreicht, wird er in einzelne Stücke geschnitten. Dann wird die Kerze noch weiter bearbeitet. Zum Beispiel wird das obere Ende zugespitzt und zwar durch maschinelles Kopfanfräsen. Vielfach werden die Kerzen auch noch verziert.
Diese Zierkerzen werden heute in allen Formen und Stilrichtungen angeboten. Zierkerzen sind oft richtige Kunstwerke. Es gehört mit zu den Aufgaben des Wachsbildners, diese Kerzen zu modellieren.
Der Vorstand und die Geschäftsführung der Kerzeninnung gratulieren den "frisch gebackenen" Gesellen/innen recht herzlich zur bestandenen Prüfung. Somit ist der Fortbestand dieses traditionsreichen Handwerks durch qualifizierten Nachwuchs gesichert.













