(openPR) Presseinformation vom 15. Februar 2008
Bildmaterial ist über den Pressebereich auf unserer Website erhältlich.
Myronorhnutiun – die Weihung neuen Myron-Öls ist eines der wichtigsten liturgischen Ereignisse der Armenischen Apostolischen Kirche. Der Ritus, der nur alle sieben Jahre am Sitz des Katholikos aller Armenier in Edschmiadzin stattfindet, verbindet die christliche armenische Welt wie kaum ein anderer. Das aus vierzig Blütensorten gewonnene Öl wird gesegnet und an die armenischen Kirchen in aller Welt gesandt. Bei unserer Pilgerreise 2008 nehmen wir an der Zeremonie am 28. September 2008 teil, zu der zahlreiche Besucher aus aller Welt erwartet werden. Zuvor und danach erkunden wir die Geschichte und die Gegenwart der armenischen Kirche: unser Reiseprogramm führt zu wichtigen historischen Kirchen und Klöstern, Stein gewordene Zeugnisse des Glaubens und der liturgischen Tradition. Zu Gast bei Kirchengemeinden und in Klöstern erfahren wir, wie armenische Christen heute ihren Glauben leben, was ihren Alltag bestimmt. Dabei besuchen wir ganz unterschiedliche Regionen in Nord- und Südarmenien und auch Berg-Karabach.
Reisedatum: 20. September bis 5. Oktober 2008
Mehr Informationen zu den Reiseleistungen, -preisen und zum aktuellen Buchungsstand sind auf unserer Reise-Website unter der Adresse www.decusreisen.de zu finden.
Über die Armenische Apostolische Kirche
Die Armenische Apostolische Kirche gehört zu den altorientalischen Kirchen, die als eigenständige Kirchen eine besondere Rolle in der Welt der christlichen Orthodoxie spielen. Als Gründer der Armenischen Kirche gelten die Apostel Thaddäus und Bartholomäus, weshalb sie sich Apostolisch nennt. Unter ihrem ersten Katholikos St. Gregor dem Erleuchter (~240 - ~332 n. Chr.) wurde die Armenische Kirche im Jahre 301 als weltweit erste christliche Kirche zur Staatsreligion Armeniens. Armenien nennt sich daher stolz das älteste christliche Land der Welt, die Feierlichkeiten zum 1.700jährigen Jubiläum im Jahre 2001 haben weltweit Aufmerksamkeit erregt.
Zu den bedeutenden Theologen in der Geschichte der Armenischen Kirche gehört der Mönch Mesrop Maschtots (~360 - 440 n. Chr.), der das armenische Alphabet geschaffen und wichtige Texte der Bibel und der christlichen Tradition ins Armenische übersetzt hat. Viele antike Quellen sind heute ausschließlich in Gestalt ihrer alten armenischen Übersetzungen erhalten. Der hohen Kunst der armenischen Buchmalerei ist in Jerewan eine eigene Forschungsstätte mit Museum gewidmet, das Matenadaran, das zum UNESCO-Weltdokumentenerbe gehört.
In der Zeit des Völkermordes an den Armeniern im Osmanischen Reich lebte mit Soghomon Soghomonian, bekannt als Komitas (1869-1935), ein weiterer wichtiger Priester der Armenischen Kirche. Komitas gilt als Begründer der modernen armenischen Musik, der sich große Verdienste um die musikalische Tradition Armeniens erworben hat. Wegen der Traumata der Deportation befand er sich während der letzten zwanzig Jahre seines Lebens in psychiatrischer Behandlung.
Heute ist die Armenische Apostolische Kirche neben der armenischen Sprache und Schrift ein wichtiges Zentrum der armenischen Identität und verbindet Armenier in aller Welt.











