(openPR) Vortrag und Diskussion über den Beitrag des Rundfunks zum Untergang der DDR.
Dass die westliche Popkultur zur Entfremdung zwischen der DDR und ihrem Nachwuchs beigetragen hat, steht außer Frage. Welche Rolle dem Rundfunk in diesem Zersetzungsprozess zukam, zeigt das jüngst erschienene Buch des Linguistik-Professors Edward Larkey „Rotes Rockradio. Populäre Musik und die Kommerzialisierung des DDR-Rundfunks“.
Professor Larkey wird schildern, wie sich das Jugendradio DT64 in ständiger Konkurrenz mit RIAS allmählich westlichen Hörgewohnheiten öffnen musste, kommerzialisierte und so zur Untergrabung des kulturellen Leitungsanspruchs der SED beitrug. In der Diskussion wird er seine These verteidigen, es sei ein „systemimmanenter Fehler“ der damaligen Kulturpolitik gewesen, die Bildung einer vernetzten Kulturindustrie mit autonomen kreativen Gruppen zu verhindern.













