(openPR) Süß wie Zucker, dennoch gesund
Der natürliche Zuckerersatzstoff Xylitol hat nicht nur eine süßende Wirkung. Nachweisbar bietet der in Pflanzen und auch im menschlichen Organismus vorkommende Stoff eine effektive und zugleich „schmackhafte“ Möglichkeit der Kariesprophylaxe.
Ursprünglich wurde Xylitol aus der Rinde finnischer Birken gewonnen, er kommt auch in Früchten wie Pflaumen und Himbeeren vor. Entdeckt wurde die Wirkung des Xylitols bereits um 1900 von dem deutschen Nobelpreisträger Emil Fischer. Der gezielte Einsatz in der Kariesprophylaxe wurde in den 70er Jahren wissenschaftlich verfolgt. Finnische Studien von 1972 und 1975 wiesen eine signifikante Kariesreduktion um bis zu 90 Prozent durch Xylitol nach.
Im Unterschied zu Zucker und anderen Zuckeraustauschstoffen kann Xylitol von Bakterien, die sich in der Mundhöhle üblicherweise befinden, nicht verwertet werden. Mangels Nahrung sterben die Bakterien also ab. Gleichzeitig steigt der pH-Wert im Mundraum. Diese plaquehemmende und säurereduzierende Wirkung vermindert die Kariesbildung nachhaltig. Mit diesem Prozess trägt Xylitol aktiv zur Remineralisierung der Zahnhartsubstanz bei und macht den Zahn widerstandsfähiger. Zur systematischen Prophylaxe wird für Erwachsene eine tägliche Aufnahmemenge von 5-10 Gramm Xylitol, über den Tag verteilt, empfohlen.
Eine besonders schmackhafte und zugleich komfortable Möglichkeit der Xylitol-Aufnahme besteht in Form von Kaugummi, die zu 100 Prozent mit Xylitol gesüßt sind. Diese Methode verbindet gleich mehrere Vorteile miteinander. Einerseits wird die Speichelproduktion durch das Kauen verdreifacht. Folglich werden an der Zahnoberfläche anhaftende Bakterien leichter abgelöst. Zudem schafft die erhöhte Speichelproduktion bei dem von vielen Menschen beklagten „trockenen Mund“ wirksame Abhilfe. Besonders alltagstauglich erweist sich diese kauende Variante der gezielten Zahnpflege und Kariesprophylaxe allerdings in Situationen, in denen ein gründliches Zähneputzen nur eingeschränkt möglich ist.
Eine weitere sinnvolle generationsübergreifende Prophylaxewirkung kann bereits im Kindesalter erzielt werden. Denn reduziert die werdende Mutter durch Xylitol die kariesauslösenden Mikroorganismen in der Mundhöhle, profitieren die Kinder bis ins Vorschulalter davon: Sie haben nachweislich weniger Karies als andere Kinder.






