(openPR) Tritt die Reform der Erbschaftssteuer tatsächlich wie geplant in Kraft, wird Betriebsvermögen zukünftig nach ertragsteuerrechtlichen Grundsätzen bewertet. Schon jetzt steht fest, dass dabei von einem unrealistischen Kapitalisierungszinssatz von neun Prozent ausgegangen werden soll.
Dies bedeutet in der Praxis, dass - vereinfacht ausgedrückt - ein Unternehmens mit seinem 11-fachen Jahresertrag bewertet wird. Vor dem Hintergrund, dass ohnehin nur pauschal 85 Prozent des geerbten Vermögens steuerfrei gestellt werden soll, läuft die Reform darauf hinaus, dass jeder Kleinbetrieb mit über 50 Tausend Euro Jahresertrag zukünftig der Erbschaftssteuerbelastung unterliegt. Bedenkt man, dass das Gros auch des sogenannten kleinen Mittelstands bedeutend höhere Erträge ausweist, löst die Vererbung jedes Betriebes oberhalb eines Stehcafes oder eines Pizza-Bäckers somit eine Steuerbelastung aus.
Doch die Gesetzesvorlage beeinträchtigt indirekt auch Kauf und Verkauf von Unternehmen. Denn sollte der angedachte Kapitalisierungszinssatzes zum Maßstab verkaufswilliger Unternehmer werden, wird die Zahl der M&A Transaktionen in Deutschland stark rückläufig sein, da Unternehmen dann viel zu hoch bewertet wären und potentielle Käufer ihr Kapital sinnvoller einsetzen könnten.
Ein realistischer Kapitalisierungszinssatz muss deshalb deutlich im zweistelligen Prozentbereich angesiedelt sein. Üblicherweise liegt ein solcher Zinssatz im Bereich von 13 bis 15 Prozent, teilweise – je nach Branche und Einzelfall – auch darüber. Entsprechend niedriger ist der dem Unternehmen beizumessende Wert.
Die marktüblichen Zinssätze ergeben sich aus der Relation Angebot zu Nachfrage und sind seit Jahren auf dem deutschen Bewertungsmarkt vorzufinden. Die bundesweit aufgestellte und führende concess M+A Partner GmbH mit Sitz in Hamburg, hat sich seit über einem Jahrzehnt auf Nachfolgeregelungen, Unternehmensvermittlungen und Bewertungen spezialisiert und entsprechend Hunderte von Unternehmen in die Nachfolge begleitet. Dabei sind empirisch Zinssätze im Bereich von 15 Prozent und mehr festzustellen, eine Beobachtung, die auch von Wettbewerbern bestätigt werden.








