(openPR) Das Wochenende stand ganz im Zeichen des Klimaschutzes: Die Aktion "Licht aus!", unterstützt von vielen Prominenten, sollte ein deutliches Zeichen für den Umweltschutz setzen. Auch einige der 18 Bundesligisten beteiligten sich. sportal.de sah einige Lampen ausgehen, verpatztes Recycling und vergiftete Atmosphären.
Zu hören gab es auch nichts von den MSV-Spielern nach der Partie, Presseboykott sei Dank, geizten sie wieder mit Worten. Nur Trainer Rudi Bommer sprach mit den Medien. Alle Anfragen an seine Spieler wehrte er mit einem entschiedenen "Das mach ich selbst" ab. Respekt: Nur einmal heiße Luft statt elfmal: Das ist gut für die Ozonschicht und bringt Punkte. "Die Maßnahme hat gegriffen. Aus den letzten zwei Spielen haben wir vier Punkte geholt", strahlte Bommer.
Aus Standby-Betrieb zu Höchstleistung
Dass die Bayern trotzdem weiter die Tabelle anführen und den Vorsprung auf Werder sogar noch ausbauten, haben sie einem Spieler zu verdanken, der sich in letzter Zeit eher im Standby-Betrieb befunden hatte. So durfte er dann auch am Energiespar-Tag seine Reserven mobilisieren, um richtig aufzudrehen. Mike Hanke hatte erst in der letzten Woche seine über 1000minütige Flaute beenden können und diesmal Werder mit gleich drei Treffern abgeschossen.
Nebenbei sorgte er so dafür, dass Spielverderber Bremen, das partout nicht an der Energiespar-Aktion teilnehmen wollte, nicht dafür noch mit der Tabellenführung belohnt wurde. "Die haben auf Sieg gespielt, wir einen Konter gefahren und am Ende verdient gewonnen", resümierte der Torschütze.
Magaths verpatztes Recycling
Nicht sparen sollte der VfL Wolfsburg an der Kohle für einen neuen Keeper. Nach der Degradierung von Simon Jenztsch machte auch dessen Nachfolger André Lenz keine glückliche Figur. Bei zwei Gegentreffern war er nicht schuldlos, einmal wurde er sogar getunnelt.
Das Recycling des fast drei Jahre auf der Bank schmorenden Ersatzmanns brachte die Erkenntnis: Jens Lehmann wäre sicherlich herzlich Willkommen in der Autostadt. Auch wenn Lenz kämpferisch meinte: "Ich bin besser als Lehmann." Felix Magath der Fragen zur Keeperproblematik überdrüssig, brachte im Scherz noch einen anderen Namen ins Spiel: "Ich habe überlegt, Olli Kahn anzurufen."
Vergiftete Atmosphäre in Frankfurt
Der Wechsel von Ruhrkohle auf das etwas umweltfreundlichere russische Gas hat Schalke 04 nicht den nötigen Schub verschafft. Der Motor der Königsblauen stottert. Und dazu braute sich in der Partie gegen Frankfurt durch die abgesonderten Abgase des Frankfurter Fan-Beauftragten auf dem Platz auch noch ein Gewitter zusammen.
"Für Jones wird es ein bisschen sein wie die Hölle",hatte der zur Rückkehr des Jermaine Jones an alte Wirkunsgsstätte gesagt und damit die Atmosphäre vergiftet. In der Schlussphase lieferten sich erst Ernst und Thurk eine Rangelei, dann schalteten sich auch noch Jones und die anderen ein. Zu allem Überffluss stürmte auch noch Carlos Grossmüller von der Bank aufs Feld, würgte den Frankfurter und wollte ihm die Lichter ausknipsen.
Dortmund schießt Middendorp die Lichter aus
Das schafften die Nachbarn aus Dortmund gegen Bielefeld auf friedliche und sportliche Art. Die Borussen konnten gar nicht anders, als den Rückenwind aus dem Sieg in Stuttgart und die von der La Ola-Welle der Fans übertragene Power gegen Bielefeld zu einem Torfestival zu nutzen. Arminia agierte desolat.Man kann es nur mit den Worten von Ernst Middendorp ausdrücken, der nach dem Spiel bilanzierte: "Katastrophe."
Das Klima auf der Alm wurde durch den erneuten Super-Gau rauer. Nur ein Punkt aus den letzten sieben Partien bei einem Torverhältnis von 2:26 - die sparsamen Leistungen der Bielefelder lassen nur eine Konsequenz zu: Ernst Middendorp muss wohl seinen Hut nehmen.
In Cottbus brennt weiter die Notbeleuchtung
Immerhin müssen die Bielefelder noch nicht die rote Energiesparlampe tragen. Die leuchtet auch trotz des überraschenden Punktgewinns gegen den HSV weiterhin in Cottbus. Mit ihren phosphoreszierenden neon-orangen Trikots - die Einwechselspieler kombinierten dazu noch neon-gelbe Leibchen - hatten die Lausitzer die Hamburger in der HSH Nordbank-Arena derart geblendet, dass sie selbst beste Torchancen vergaben.
Ob Trikots der Schlüssel zum 0:0 waren, konnte Coach Bojan Prasnikar nicht beantworten. Dem Slowenen war wegen einer Erkältung die Stimme weggeblieben. So erfuhren wir auch nicht, ob die scheußlichen Dinger biologisch abbaubar sind. Aber das wäre vielleicht auch gar nicht gut, denn in der zweiten Liga müssen die Lausitzer ja auch noch etwas anziehen.
Das sportal.de-Trikot dürfen diesmal folgende elf Spieler anziehen:
Die Elf der Woche:
Tor: Gerhard TREMMEL (Energie Cottbus)
Abwehr: Dominik REINHARDT (FC Nürnberg) - Heiko WESTERMANN (Schalke 04) - DEDE (Borussia Dortmund) - Michael TARNAT (Hannover 96)
Mittelfeld: Paul FREIER (Bayer Leverkusen) - Florian KRINGE (Borussia Dortmund) - Simon ROLFES (Bayer Leverkusen) - TINGA (Borussia Dortmund)
Angriff: Mike HANKE (Hannover 96) - Markus ROSENBERG (Werder Bremen)
Malte Asmus
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