(openPR) Schießt Geld also Tore, wie der populäre Fußballtrainer Otto Rehagel einst gefachsimpelt hat? In Neuchatel haben sie mit Blick auf diese Frage eine andere Zeitrechnung aufgemacht - und man hat dort im übertragenen Sinne damit selbstverständlich auch Recht.
Wissenschaftliche Studie
Eine in dieser eidgenössischen Stadt von der Forschungsgruppe „Football Obseratory“ des CIES (Internationales Zentrum für Sportstudien) erstellte wissenschaftliche Studie zeigt: Investitionsfreudige Fußballclubs sind beim Torschuss erfolgreicher und gewinnen dadurch auch häufiger als die monetär eher zurückhaltenden Kontrahenten. „Geld schießt Tore - außer in Wolfsburg, Leverkusen und Hamburg“, so die CIES-Folgerung im Rückblick auf die damals bestehende Situation.
Im Vergleich: Spielerkäufe und Transferausgaben
Um was ging es konkret? Die Experten hatten Sportergebnis-Tabellen fünf europäischer Top-Ligen mit den von den Clubs für Spielerkäufe getätigten Transferausgaben verglichen. Das Ergebnis: Der VfL Wolfsburg – damals auf dem 15. Rang der Fußball-Bundesliga - war zu der Zeit jener Club, der am weitesten von seiner eigentlichen potenziellen (finanziell begründeten) Leistungsfähigkeit entfernt war. Gemäß der Summe, die der VfL für seine auf dem grünen Rasen eingesetzten Profis investiert hatte (laut CIES waren das 186 Millionen Euro), hätte er eigentlich als Dritter in der Bundesliga auf Champions-League-Kurs steuern müssen.
Realität zeigte ein anderes Bild
Die Realität bot damals ein anderes Bild: Zwölf Plätze lagen seinerzeit zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Effizienz sieht anders aus. Bayer Leverkusen kam - wie auch der Hamburger SV - damals auf einen Wert von minus 8. Bundesliga-Spitzenreiter war dieser Betrachtung zufolge der SC Freiburg, der neun Plätze besser rangierte, als es seine Transferausgaben nahelegten.
Eine Tabelle rechnerisch darstellen
Man könnte einen Quotienten schaffen, der zum Beispiel für jene Fußball-Mannschaft 1,0 beträgt, die den höchsten Spieler-Etat hat. Alle anderen Mannschaften werden entsprechend ihres Etats ab- bzw. hochgestuft. Rein rechnerisch ließe sich so eine Tabelle darstellen, in die spielerische Leistung und Gehalt einfließen. Das aber würde erfordern, dass alle finanziellen Daten der Clubs auf dem Tisch liegen und vergleichbar gemacht werden. Das Problem: Niemand hat wirklich ein Interesse an einer solchen (interessant wirkenden) „Tabelle der Wahrheit“.
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