(openPR) EDNA-Initiative empfiehlt gemeinsames Vorgehen, um das Funktionieren des Energiemarktes sicherstellen zu können
Die EDNA-Initiative e.V. begrüßt die Empfehlung der Bundesnetzagentur (BNetzA) zum Änderungsmanagement für die Geschäftsprozesse zwischen den Marktpartnern und deren softwaretechnische Umsetzung, mit den nun endlich eine Grundlage für eine koordinierte Weiterentwicklung gegeben ist. „Besonders vorteilhaft ist es, dass beim künftigen Änderungsmanagement ausdrücklich die Geschäftsprozesse und nicht nur die Formate im Nachrich-tenaustausch berücksichtigt werden sollen“, so Dr. Franz Hein, Geschäfts-führer der EDNA-Initiative e.V. Nun ist nach Ansicht der EDNA-Initiative der Energiemarkt gefordert, schnell ein entsprechendes Gremium einzusetzen, in dem alle Marktpartner mit ihren Marktrollen aber auch die IT-Zulieferindustrie jeweils gleichgewichtig einbezogen sind. Diese Aufgabe in der BDEW-Projektgruppe Marktschnittstellen anzusiedeln, wie dies im Papier der BNet-zA empfohlen wurde, ist nach Ansicht der EDNA-Initiative nicht ausreichend. „Die BDEW-Projektgruppe ‚Marktschnittstellen’ hat bei der Definition der Nachrichtenformate sehr gute Arbeit geleistet. Das Änderungsmanagement erfordert jedoch einen sehr viel breiteren Ansatz und ist deswegen auf einen größeren Kreis und auf alle Erfordernisse der Marktkommunikation auszuweiten“, so Dr. Franz Hein weiter.
Die EDNA-Initiative hatte gemeinsam mit der DSAG (Deutschsprachige SAP An-wender Gruppe) die Einrichtung eines Marktkommunikationsforums angeregt, weil aus Sicht des Betriebs und der Weiterentwicklung des Energiemarktes ein professionelles Änderungsmanagement und auch das Miteinander aller Kräfte erforderlich ist. Das im ersten Punkt der BNetzA-Mitteilung Nr. 4 empfohlene Änderungsmanagement sieht die EDNA-Initiative als Schritt in die richtige Richtung. „Ziel muss es sein, für die Geschäftsprozess-Kommunikation der Marktrollen im Gas- und im Strommarkt eine einheitliche ‚Sprache’ zu entwickeln und dann auch fort-zuschreiben. Dazu gehören standardisiert vorgegebenen Geschäftsprozesse, die über ebenso standardisiertem Nachrichtenaustausch marktweit vernetzt betrieben werden“, beschreibt Dr. Franz Hein die Zielrichtung. Darüber hinaus seien dafür eineindeutige und öffentlich zugänglichen Identifikationen für sämtliche Inhalte des Nachrichtenstromes erforderlich. GPKE als erste Ausprägung einer solchen Marktkommunikation im Strommarkt ist nach Ansicht der EDNA-Initiative hier erst der Anfang.
Mit den BNetzA-Vorgaben für die Marktkommunikation (GPKE, GeLi Gas) wurde und wird die Standardisierung im Energiemarkt auf Prozesse, Nachrichten und Identifikationen ausgedehnt. „Jede Änderung eines Prozessablaufs, zum Beispiel als Folge der Betriebserfahrungen und auch durch beabsichtigte Harmonisierungen im europäischen Energiemarkt, muss von den Softwaresystemen korrekt und in der Wirkung nach außen einheitlich abgebildet werden – von neu hinzukommenden Prozessen ganz zu schweigen. Daraus entstehen dann die Anforderungen an die Nachrichten, wie auch an die in der Kommunikation zu verwendenden Identifikationen“, beschreibt Dr. Franz Hein, Geschäftsführer der EDNA-Initiative e.V. die komplette Herausforderung. Diese komplexe Aufgabe benötigt das gleichrangige Einbeziehen aller Marktpartner, die Zuarbeit der IT-Zulieferindustrie und auch das Umsetzen der gemeinschaftlich erarbeiteten Regelwerke in verbindliche Vorgaben für den Markt durch die BNetzA. „All das hat erhebliche Auswirkungen auf alle Marktpartner – finanzielle, organisatorische und technische – und sollte deshalb von vornherein auf einem breit angelegten Konsens aller beruhen“, so Dr. Franz Hein weiter.
Die Veröffentlichung der drei Mitteilungen der BNetzA am 28. November 2007 zum Änderungsmanagement und zu Fragen der Marktkommunikation erfolgte erstmals auf einer von den BNetzA-Beschlusskammern 6 und 7 (Strom und Gas) gemeinsam genutzten Web-Seite. Die EDNA-Initiative empfiehlt, dies auch in Zukunft so zu halten und künftig alle der für den Energiemarkt verbindlichen Dokumente über eine einheitliche Adresse zugänglich zu machen. „Das schafft zusammen mit den Nachrichten über Neuerungen die notwendige Aktualität und Verbindlichkeit. Es sichert den raschen, sicheren und diskriminierungsfreien Zugriff auf zur Umsetzung anste-hende Dokumente“, umreißt Dr. Franz Hein die Vorteile.
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