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Ausstellungseröffnung: Martin Blaszko in der ASPERGER GALLERY Berlin

28.11.200715:46 UhrKunst & Kultur
Bild: Ausstellungseröffnung: Martin Blaszko in der ASPERGER GALLERY Berlin
Martin Blaszko - Antagonismos, 2005, 22,4 x 42 cm, Bronze
Martin Blaszko - Antagonismos, 2005, 22,4 x 42 cm, Bronze

(openPR) Am Freitag, den 30.11.2007 eröffnet die Asperger Gallery eine Ausstellung von besonderer Bedeutung, auf die wir Sie besonders hinweisen möchten. Wir freuen uns, erstmals in Berlin aktuelle Papierarbeiten und Skulpturen des in Buenos Aires lebenden Künstlers Martin Blaszko zu zeigen, was an und für sich ein historischer Moment ist, denn Martin Blaszko ist geborener Berliner. Dass seine Arbeiten nun erstmals in Berlin zu sehen sind, symbolisiert eine späte Rückkehr nach 74 Jahren.


Bereits 1933, als Dreizehnjähriger, verließ Blaszko mit seiner Familie Berlin zunächst Richtung Polen und gelangte später über Paris nach Buenos Aires. Dort war er später Mitbegründer der modernistischen Künstlergruppe Arte MADI. Im Jahr 2007 werden seine Arbeiten erstmals in Berlin zu sehen sein - die Werke eines der bekanntesten Künstler Argentiniens, Teil einer Kunstströmung, die Lateinamerika stets mit Europa verband.

Martin Blaszko - Vita
1920 geboren in Berlin
1933 verlässt Deutschland
1938 Begegnung mit Marc Chagall in Paris
1939 Ankunft in Argentinien
1945 Schüler von Carmelo Ardén Quin
1946 Mitbegründer der Gruppe Arte MADI
1968 Mitherausgeber des Magazins “Sculpture International”, Oxford England
1995-1998 lehrt an der Universidad de Belgrano, Buenos Aires.

Preise und Auszeichnungen
1952 Auszeichnung des Institute of Contemporary Art of London, England
für seinen Entwurf zum Projekt: Denkmal für den “Unknown Political Prisoner”
1956 Repräsentant Argentiniens auf der XXVIII Biennale Venedig, Italien
1958 Repräsentant Argentiniens auf der Weltausstellung in Brüssel
Preis: Medaille des Belgischen Parlaments
1959 Erster Preis, Mar del Plata Competition.
1960 Großer Preis der Stadt Buenos Aires.
1973 Auszeichnung des argentinischen Parlaments
1991 Auszeichnung des Open Air Museums, Hakone, Japan.

Martin Blaszko hat seine Arbeiten intern mit Archivnummern versehen – die Arbeiten aus dem Jahr 2007 tragen Nummern weit jenseits der 2000. Soweit ist das Oeuvre aus Zeichnungen, Gemälden, Skulpturen und Collagen seit den vierziger Jahren angewachsen – der heute 87jährige vermehrt es täglich in seinem Studio in Buenos Aires. Seine Malereien und Collagen werden von selbstbewussten, schwarzen Linienführungen dominiert, die einer abstrakten geometrischen Kalligraphie folgend, Gewicht und Gewichtigkeit auf der Bildfläche tänzerisch anordnen. Ein modernistisches Formenrepertoire geometrischer, vorwiegend in Primärfarben angelegter Flächen wird von diesen eleganten Dirigenten in Bewegung versetzt wie ein Calder-Mobile.
Vielleicht ist es einzig dieses eine, tänzerische Moment, das auch den frühen Lehrer Martin Blaszkos doch noch anklingen lässt: Im Jahr 1939 traf er in Paris Marc Chagall und wurde sein Schüler. Nach Paris war der junge Zeichner mit seiner Familie gekommen, weil der sich aufbäumende deutsche Nationalsozialismus nun die Finger nach Polen ausstreckte - dort hatten die Blaszkowskis seit 1933 gelebt. Geboren wurde Martin Blaszko im Jahr 1920 in Berlin in eine jüdische Familie, die noch im Wahljahr emigrierte.

Was bedeutet es also, dass im Jahr 2007 seine Arbeiten erstmals in Berlin zu sehen sind? Es sind die Werke eines der bekanntesten Künstler Argentiniens, sie sind Teil einer Kunstströmung, die Lateinamerika stets mit Europa verband, und sie sind eine Art Zeitmaschine: Direkte Zeugen der klassischen Moderne und des „Modernismo“ und gleichzeitig zeitgenössisch moderne Kunstwerke. Und es sind Werke, die genau der inneren Freiheit entspringen, die die Nationalsozialisten diesenortes in der Kunst wie im Leben so gerne für immer ausgeräumt hätten, der Freiheit, seiner Kunst eigene, humanistische Regeln zu geben und eine große Offenheit zuzulassen.

Buenos Aires wurde also zur neuen Heimat – hier wurde der junge Martin Schüler von Carmelo Ardén Quin, der aus dem benachbarten Uruguai stammte und wiederum stark von Joaquin Torres-Garcia beeinflusst war.

Jener hatte eine Zeit lang in Paris gelebt und war dort 1929 an der Gründung der Gruppierung „Cercle et Carré“ beteiligt gewesen, ein Zusammenschluss zur Förderung der abstrakten Kunst, an dem sich u.a. Piet Mondrian, Hans Arp, Willi Baumeister, Sophie Taeuber-Arp, Fernand Léger, Kurt Schwitters, Wassily Kandinsky, Le Corbusier und Antoine Pevsner beteiligten. Später ging aus dieser Gruppe eine weitere namens „Abstraction-Création“ hervor, Torres-Garcia hingegen kehrte nach 43 Jahren nach Uruguai zurück und gründete die „Asociacíon de Arte Constructivo“, um die abstrakte Avantgarde auch in Lateinamerika zu fördern. Quin wurde sein Schüler und stark von Torres-Garcias veränderbaren Skulpturen beeindruckt.

Dies nur als einer der Fäden, der zwischen lateinamerikanischer und europäischer Avantgarde gesponnen wurde, auch Künstler wie Lucio Fontana oder Grete Stern, die zwischen den Kontinenten pendelten, trugen dazu bei.

In Buenos Aires stieß Ardén Quin in den 40er Jahren dann seine eigene, modernistische Bewegung an, und an dieser Gründung war Blaszko beteiligt. Die Bewegung nannte sich „Arte MADI“. Ein Phantasiename, der Pate steht für eine Kunst, die die kontrollierte Anwendung von Phantasie und Erfindung als Methode und zum Ziel des künstlerischen Schaffens erklärt und auf diese Weise zu abstrakten Formen findet. Eine Kunst, die sich der Modernität und dem Fortschritt verschreibt und sich stärker für Erkenntnisse von Wissenschaft und Psychoanalyse interessiert als für die bloße Abbildung von Realität oder Emotion. MADI arbeitete etwa 10 Jahre zusammen und fand viele Anhänger rund um de Globus, die größte Gruppe aber wurde MADI Italien. Martin Blaszko selbst sagt über diese Zeit heute: „MADI wollte eine Kunst schaffen die dem Menschen helfen soll, dem Chaos seiner Instinkte zu entrinnen. Heute glaube ich, dass dies ein unmögliches Unterfangen ist.“

ASPERGER GALLERY Berlin
Sophienstr. 18
10178 Berlin

Tel 030 - 28044904
Fax 030 - 28044905
www.asperger-gallery.de
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