(openPR) Eiskalt in der Chancenwertung und von den eigenen Fans vergöttert. Die Qualitäten von Valencias Ausnahmestürmers David Villa bekam der FC Schalke 04 in nur einer Situation zu spüren. Für uns ein Grund, den Spanier vor dem zweiten Aufeinandertreffen in der Königsklasse genauer vorzustellen.
Als Champions League-Debütant und Gegenspieler Heiko Westermann in der 63. Minute den langen Pass in den Lauf von Villa unterschätzte und auch SO4-Keeper Manuel Neuer nur zögerlich sein Tor verließ, entschied Villa das Spiel mit seiner ersten gefährlichen Aktion praktisch im Alleingang.
Wer ist dieser Mann, der mit nur 24 Jahren eine derartige Kaltschnäuzigkeit besitzt und bei den europäischen und finanzkräftigen Top-Klubs ganz oben auf der Einkaufsliste steht?
Villa wuchs in einer kleinen Gemeinde in Asturien auf. Im Alter von vier Jahren brach er sich den Oberschenkelknochen. Doch Villa hatte Glück im Unglück, die schwere Verletzung heilte aus und so konnte er eine unbeschwerte Kindheit mit dem runden Ball verbringen.
Bergbau oder Profi-Fußball?
Mit 14 Jahren stand die bevorstehende große Karriere allerdings zum zweiten Mal auf der Kippe. Die Lust des Teenagers am Fußballspielen ließ nach und Villa begann eine Ausbildung zum Bergmann in Asturien, wo traditionell Erz und Steinkohle abgebaut werden.
Doch es dauerte nicht lange und Villa tausche wieder Spitzhacke und Grubenlampe gegen Ball und Trikot. 1999 war Sporting Gijon von seinem Talent überzeugt, holte ihn zunächst aber nur für die zweite Mannschaft. Es dauerte nur eine Spielzeit und Villa durfte bei den Profis von Gijon sein Können unter Beweis stellen.
In dem Klub seines großen Vorbildes Luis Enrique machte Villa in seiner Entwicklung den größten Schritt. 2003 ging es dann zu Real Zaragoza in die Primera Division. In seiner ersten Saison traf er in 38 Spielen gleich 17 Mal. Der Pokalsieg gegen Real Madrid, bei dem Villa selbst ein Tor erzielte, war dann sein erstes großes Karriere-Highlight. Auch im zweiten Jahr bei Zaragoza (35 Spiele, 15 Tore) konnte er sein Niveau halten, die großen spanischen Klubs wurden auf dem Stürmer aufmerksam.
Der FC Valencia bekam den Zuschlag. Die rund 12 Millionen Euro Ablöse zahlten sich schon in der ersten Spielzeit 2005/06 aus. Hinter Barcelonas Stürmerstar Samuel Eto'o landete Villa mit 24 Toren auf Platz zwei der Torschützenliste. Villa war endgültig im Kreis der besten spanischen Stürmer angekommen.
Minutenlang wurde er regelmäßig bei Valencia-Spielen mit Sprechchören „Villa Maravilla" (Villa, das Wunder) gefeiert. Aber auch national wuchs die Anerkennung. Nach seinem Debüt 2005 gegen San Marino in der spanischen Nationalelf wurde er zu einer unverzichtbaren Mann im Sturm Spaniens. Sein erstes Tor für sein Land im Relegationsspiel gegen Slowakei im November 2005 öffnete die Tür zur WM-Teilnahme in Deutschland.
In jeder Lage erfolgreich
Der Vater einer Tochter, der aus bescheidenen Verhältnissen stammt, sieht seinen Erfolg als Ergebnis harter Arbeit und fußballerischer Leidenschaft. Doch der 1,75m große Stürmer und 69 Kilogramm schwere Angreifer ist von Natur aus mit einem unglaublichen Torinstinkt ausgestattet. Villa ist in der Lage aus fast jeder offensiven Aktion in der Hälfte des Gegners zum Abschluss zu kommen. Auch seine Standards sind gefürchtet.
Vorzüge, die den ganz großen Klubs nicht lange verdeckt blieben. Im Winter 2006 wurden die Transfergerüchte immer lauter. Illustre Vereine wie Real Madrid, FC Chelsea oder zuletzt Tottenham sollen mit Ablösesummen gelockt haben, die von 45 bis 75 Millionen Euro reichten.
Obwohl das große Geld lockte, bewies Villa erneut seine Bodenständigkeit und verlängerte seinen bestehenden Vertrag bei Valencia vorzeitig um weitere drei Jahre bis 2013. Und das mit einer Klausel im Vertrag, die erst einmal für Ruhe in seinem Fußballerleben sorgen dürfte. Nur bei der festgeschriebenen Ablösesumme von 126 Millionen Euro kommt es zur Trennung von Valencia und "Villa, das Wunder".
Tom Broocks
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