(openPR) Unter der Schirmherschaft von der Regierungspräsidentin Marianne Thomann Stahl wurden aus dem NRW-Regierungsbezirk Detmold ein Krankenwagen und ein Rettungswagen durch den gemeinnützigen Verein Agape e.V. aus Bad Salzuflen schon im Sommer 2007 nach Rumänien überführt und dort den beiden Kommunen Sinca Noue und Sercaia in einem feierlichen Akt übergeben. Die Dörfer wurden ausgewählt, weil die erfahrene Hilfsorganisation Agape damit auch eine dringend notwendige Versorgung ihres Kinderheimes Canaan sicherstellen wollte. Das Regionalfernsehen, die örtliche Presse und die Kirchenvertreter nahmen regen Anteil an diesem Ereignis. Sinca Noue liegt am Fuß der Karpaten und die Entfernung zu dem nächsten Krankenhaus beträgt ca. 40 km. Ein potentieller Notfallpatient hätte ohne die Rettungswagen sonst keine Chance, schnell ins Krankenhaus zu gelangen.
Im Jahre 1993 wurden die ersten Kinder im Heim Canaan aufgenommen und die ehrenamtlichen Helfer haben damals einen wichtigen Grundsatz verabschiedet: Keines der geistig behinderten Kinder wird das Heim Canaan jemals wieder verlassen müssen, es sei denn, dies soll auf eigenen Wunsch geschehen. Dementsprechend wurde schon frühzeitig damit begonnen, eine Infrastruktur für erwachsene geistigbehinderte Menschen zu planen und zu verwirklichen, wie die Werkstatt für geistigbehinderte Menschen – Genezareth. Agape will nun noch den nächsten Schritt realisieren, adäquate Wohnungen für diese Menschen zu schaffen. Bisher leben 12 dieser Menschen in einem alten Bauernhaus, das die Helfer 1995 mit einfachsten Mitteln für die damaligen Kinder hergerichtet haben. Zu dieser Zeit und neu renoviert, waren diese Unterkünfte für die Kinder eine deutliche Verbesserung gegenüber der Unterbringung in staatlichen Heimen, wo sie menschenunwürdig vor sich hin vegetierten.
Heute jedoch entsprechen diese Unterkünfte nicht mehr den Anforderungen. Um die Situation dieser Menschen zu verbessern, möchte Agape gerne ein neues Wohnhaus für geistig behinderte Erwachsene bauen, dass dem europäischen Standart entspricht und die Bedürfnisse der Bewohner erfüllt. Außerdem sollen mit dem Bau eines solchen Hauses die Anzahl der Heimplätze von jetzt 52 langsam auf 64 erhöht werden.
Agape e.V. und der rumänische Partnerverein Diakonia haben in den letzten 10 Jahren umfangreiche Erfahrungen mit dem Bauen von Gebäuden für geistig behinderte Menschen in Rumänien gesammelt. Dazu besitzt der Verein in Rumänien auch einen kleinen Maschinenpark, der dazu beiträgt, dass solch ein Kinderheim kostengünstig auf hohem Niveau gebaut werden kann. Für dieses vorbildliche Projekt fehlen immer noch 257.000,- €, für die Agape e.V. hoffentlich Stiftungen, private Gönner oder helfende Firmen aus Deutschland finden wird.
Agape e.V.
Rüdiger Frodermann
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