(openPR) Die Schulferien in Deutschland müssen besser geplant werden. Dieser Forderung verlieh Prof. Dr. Axel Dreyer von der Hochschule Harz auf dem Leipziger Fachkongress „Familien reisen“ Nachdruck. Der Ferienkorridor im Sommer müsse deutlich über 90 Tagen liegen, gerechnet vom ersten Ferientag des mit den Ferien beginnenden Bundeslandes bis zum letzten Ferientag des 16. Bundeslandes. Besser wäre es noch, auch die übrigen Ferien mit einem gerechten System geschickt über das ganze Jahr zu verteilen.
Dadurch könnte eine Entzerrung der Reisenachfrage erreicht werden, die dazu führt, dass Familien nicht mehr die teuren Hochsaison-Preise zahlen müssten und sich auch einkommensschwache Familien den Urlaub leisten könnten. Die Beherbergungsbetriebe wären gleichmäßiger ausgelastet, was die Beschäftigung von Mitarbeitern erleichtert, und die Zahl der Staus auf den deutschen Autobahnen würde verringert werden, was der Umwelt zugute käme.
Aus diesen Gründen setzen sich auch der ADAC und der Deutsche Tourismusverband für einen längeren Zeitraum der Sommerferien ein. „Gerecht wäre ein rollierendes System, in dem jedes Bundesland mal früh, mal mittendrin und mal spät mit den Sommerferien beginnt“, sagt Dreyer, Professor für Tourismuswirtschaft am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Hochschule Harz. Die bisherigen Ausnahmen für Bayern und Baden-Württemberg, die immer erst im Spätsommer mit den Ferien beginnen, entbehrten inzwischen jeglicher Grundlage. Die Kultusministerkonferenz müsse nun endlich eine vernünftige Regelung beschließen.
Dreyer hatte die Forderung zur Verlängerung des Ferienkorridors schon 2004 vor dem Bundestagsausschuss Tourismus aufgestellt. Inzwischen haben sich mehrere Organisationen seiner Forderung angeschlossen. Die Kultusministerkonferenz entscheidet möglicherweise schon in ihrer Sitzung im Dezember über die Ferien von 2011 bis 2017.
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