(openPR) Die Landsmannschaft der Siebenbürger Sachsen e.V. führt künftig den Namen „Verband der Siebenbürger Sachsen in Deutschland e.V.“ Auf dem Verbandstag am 3./4. November in Bad Kissingen ist eine Neufassung der Satzung verabschiedet und ein neuer Bundesvorstand gewählt worden. Neuer Bundesvorsitzender des Verbandes ist Dr. Bernd B. Fabritius, der die Nachfolge von Dipl.-Ing. Arch. Volker Dürr antritt.
Die in Bad Kissingen verabschiedeten strukturellen Reformen und die personelle Erneuerung an der Verbandsspitze bedeuten eine Zäsur für den Verein, der seit 1949 die politischen, rechtlichen und kulturellen Belange von 250.000 heute in der Bundesrepu-blik Deutschland lebenden Siebenbürger Sachsen vertritt. Die Neufassung der Satzung sieht neben der nach kontroverser Debatte beschlossenen Namensänderung weitere grundlegende Änderungen vor. So können dem Verband künftig auch nicht rechtsfähige Personenvereinigungen des Privatrechts und juristische Personen des Privatrechts sowie juristische Personen des öffentlichen Rechts beitreten. Durch diese Öffnung ermöglicht der Verband strategisch wichtige Kooperationen und Synergieeffekte im Sinne seiner Vereinsziele. Ferner beschlossen die 175 Delegierten in Bad Kissingen eine Verschlan-kung der Entscheidungsstrukturen. Die Zahl der Verbandsorgane wurde auf drei redu-ziert, nämlich den Verbandstag als oberstes Gremium, den Bundesvorstand, der die Ge-schäfte des Verbandes führt, und den Vorstand, bestehend aus dem Bundesvorsitzenden und seinen vier Stellvertretern, verantwortlich für die Verwaltung und den exekutiven Aufgabenbereich. Die Präambel der neuen Satzung unterstreicht den besonderen Stel-lenwert der kirchlichen Tradition für die Siebenbürger Sachsen.
In den Vorstandsneuwahlen hat sich Dr. Bernd B. Fabritius, bis dahin Vorsitzen-der des Landesverbandes Bayern, gegen den seit 1992 amtierenden Bundesvorsitzenden Volker Dürr mit 76 Prozent der Stimmen durchgesetzt. Der 1965 in Agnetheln/Siebenbürgen geborene, in Hermannstadt aufgewachsene und seit 1984 in Bayern lebende Jurist Dr. Bernd B. Fabritius hat erklärt, in seiner Amtsperiode vor al-lem das kollektive Selbstverständnis innerhalb der grenzüberschreitenden siebenbür-gisch-sächsischen Gemeinschaft fördern zu wollen. Weitere Schwerpunkte sollen die Verbesserung der Jugendarbeit, eine Fortsetzung nachhaltiger Bemühungen zur Integra-tion im neuen Lebensumfeld Deutschland unter Beachtung des Referenzrahmens eines vereinten Europa und nicht zuletzt die finanzielle Sicherung der zentralen Kultureinrich-tungen in Deutschland durch Bündelung aller Kräfte sein.












