(openPR) Eröffnung und Performance: 14. November, 19 Uhr
Öffnungszeiten: 15. November – 17. November 2007, 18 – 24 Uhr
Ort: GfKFB, Am Flutgraben 3, 12435 Berlin
Parallel zu re:place (int. Conference on the History of Media, Art, Science and Technology) zeigt Julien Maire in der GfKFB die Live Performance "Digit" und die Projektion "Low Resolution Cinema". Im Haus der Kulturen der Welt wird zeitgleich die Arbeit "Exploding Camera" von Julien Maire zu sehen sein.
DIGIT: Der Schreibende sitzt am Tisch und schreibt einen Text. Ohne sichtbares Schreibutensil erscheint der Text beim bloßen Gleiten seines Fingers über ein leeres Blatt Papier. Der Besucher kann nahe an den Schreiber herantreten und den unter der Hand entstehenden Text mitverfolgen. Der Schreiber ist versunken in sein Schreiben. "Digit" bewegt sich zwischen kinematografischem Prozess und inszeniertem Schreibvorgang, die surrealistische Techniken des Zerschneidens und assoziierten Neuarrangierens adaptierend. Durch die Übertragung der magischen Erscheinung des sich bewegenden Bildes in einen Schreibvorgang erweitert "Digit" das Konzept traditioneller Projektion in ein Konzept einer Projektion die zwischen Literatur und Bewegtbild agiert. "Digit" ist was William S.Burroughs eine "soft machine" nennt. Im Gegensatz zu anderen Schreibstilen, bei denen Maschinen interferieren, ist hier die menschliche Bewegung frei und kann sich in jegliche Richtung ausbreiten. Die Performance koppelt den menschlichen Prozess des Denkens an das geschriebene Wort.
LOW RESOLUTION CINEMA ist eine 6m x 3,5m große 128 x 64 Pixel Projektion. Das Stück basiert auf starker Auflösungsreduzierung und der Dekomprimierung kinematografischer Bewegtbilder, erzielt durch den Einsatz eines aus zwei schwarz/weißen Liquid Crystal Displays (LCD) bestehenden Spezialprojektors. Beide Displays sind innerhalb des Projektors in Bewegung. Die horizontale Linie, oder auch Grenze, ist auf beiden Displays zerschnitten. Ein Display gibt jeweils die untere bzw. die obere Hälfte des Bildes wieder.
DIGIT und LOW RESOLUTION CINEMA sind Teil von Julien Maires Auseinandersetzung und Adaption der Schnittstelle von Kino und Video zur Untersuchung der Eigenschaften des reflektierenden Subjekts.
www.kunstfabrik.org
www.julienmaire.ideenshop.net
www.mediaarthistory.org
www.tesla-berlin.de
Das Projekt IRRTUMsFORSCHUNG wird gefördert durch die Kulturverwaltung des Berliner Senats.
GfKFB (Gesellschaft für Künstlerische Forschung Berlin)
Kunstfabrik am Flutgraben e.V.
Am Flutgraben 3
12435 Berlin
Julia Mercurio
fon 0049.030.5301.3280
j.mercurio[at]kunstfabrik.org
www.kunstfabrik.org
Die Gesellschaft für künstlerische Forschung Berlin wurde am 01.02.2006 gegründet. Sie hat im Mai 2007 ihre Arbeit als ein offenes Forum in den Ausstellungsräumen im Flutgraben e.V. gestartet.
Die GfKFB versteht sich als eine Kommunikations- und Arbeitsplattform, als Labor; als Gastgeberin und Ansprechpartnerin für unterschiedlichste Projekte, Initiativen, AktivistInnen, KünstlerInnen, WissenschaftlerInnen, kurz für Menschen im Feld der künstlerischen Forschung und der transdiziplinären Zusammenarbeit, die auf die stetige Erweiterung der Kunst zum Ziel haben sowie Modelle, Ansatzpunkte, Spielfelder, Lösungen, Verwicklungen, Fragen und Fragmente, die sich von den Erforschung künstlerischer Praxis, der Prozesse und der Methoden ableiten.










